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Der Lovelybooks-Leserpreis 2015: Die Nominierungsphase

Auch dieses Jahr ruft Lovelybooks wieder Leser dazu auf, Bücher für den Leserpreis 2015 zu nominieren. Ihr könnt dabei die Jury sein. In insgesamt 14 Kategorien wird der Leserpreis in diesem Jahr vergeben. Noch bis zum 12. November könnt ihr pro Kategorie maximal 3 Bücher nominieren. Die jeweils 25 Bücher mit den meisten Stimmen landen auf der Shortlist. Bis zum 24. November habt ihr dann Zeit eure finalen Stimmen abzugeben. So wird ermittelt, welche Bücher den Goldenen, Silbernen und Bronzenen Leserpreis 2015 erhalten.

Ich finde es toll, dass man auch als Leser die Möglichkeit bekommt, für einen Preis abzustimmen. Verkaufszahlen sind schließlich nicht alles und auch die eine oder andere Juryentscheidung lässt mich manchmal fragend zurück. Aber jetzt liegt es an uns Lesern zu entscheiden.

Puh, die Entscheidung fiel mir auch in diesem Jahr nicht leicht, aber nach reiflicher Überlegung habe auch ich meine Nominierungen abgegeben. (Nur gut, dass man bis zu drei Bücher auswählen darf 🙂 ) Übrigens habe ich, mit zwei kleinen Ausnahmen nur Titel nominiert, die ich auch gelesen habe, denn nur so kann ich eine Aussage treffen, die ich auch vertreten kann.

Roman:
„S. – Das Schiff des Theseus“ von J.J. Abrams und Doug Dorst (Hier haben wir gleich zu Beginn eine Ausnahme. Dieses Buch ist so außergewöhnlich, dass ich es einfach nominieren musste, auch wenn ich bisher nur kleine Schnipsel und Auszüge gelesen habe. Das mit den Schnipseln meine ich übrigens wörtlich. Dem Buch liegt eine Vielzahl an kleinen Briefchen, Zeitungsartikeln, Postkarten und dergleichen bei, die alle zum Gesamtkunstwerk gehören. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und wird definitiv bei mir einziehen.)
Die große weite Welt der Mimi Balu“ von Kati Naumann
Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin

Krimi:
Finderlohn“ von Stephen King

Jugendbuch:
„Layers“ von Ursula Poznanski
„Blätterrauschen“ von Holly-Jane Rahlens
„Finstermoos“ von Janet Clark

Kinderbuch:
„Die kleine Hummel Bommel“ von Maite Kelly und Britta Sabbag

Liebesroman:
„Die Tage in Paris“ von Jojo Moyes
„Das Beste, das mir nie passiert ist“ von Laura Tait und Jimmy Rice

Humor:
„Nenne drei Nadelbäume – Tanne, Fichte, Oberkiefer“  von Lena Greiner, Carola Padtberg-Kruse

Bester Buchtitel:
„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ von Lilly Lindner
„Mein Herz und andere schwarze Löcher“ von Jasmine Warga

Bestes Buchcover:
„Layers“  von Ursula Poznanski
„Nightmares“ von Jason Segel und Kirsten Miller (auch dieses Buch steht bisher nur in meinem Regal, aber da dieses Buch ein Cover-Kauf war, nominiere ich es mit gutem Gewissen 😉 )
„Die letzten Tage der Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin

Die weiteren Kategorien sind:

Hörbuch
E-book only
Fantasy & Science Fiction
Sachbuch und Ratgeber
Historische Romane
Erotik

Beim Stöbern ist mir mal wieder aufgefallen, wie viele Bücher ich noch nicht gelesen habe, obwohl sie in meinem Regal stehen, oder zumindest auf meiner Wunschliste. Außerdem entdeckt man auch immer wieder neue Titel für sich. Also, ich bin wirklich gespannt, welche Bücher es in die Top 25 schaffen. Wenn ihr jetzt auch eure Stimmen abgeben wollt, erfahrt ihr auf der Seite zum Leserpreis 2015 mehr dazu.

Rezension: „Das Beste, das mir nie passiert ist“ von Laura Tait und Jimmy Rice

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„Das Beste, das mir nie passiert ist“ von Laura Tait & Jimmy Rice (Bildquelle: DuMont)

„Ja, damals wäre ich nackt durch die Innenstadt von Mothston gerannt, um mit ihr zusammen zu sein, und das war wohl jedem klar. Aber Holly sah uns nie als Paar […] und mir wurde seither oft das Herz gebrochen, auch wenn es nie so weh tat wie einzusehen, dass aus Holly und mir nichts wird.“ (S. 53/54)

Inhalt: Alex und Holly kennen sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in der englischen Kleinstadt Mothston. Sie sind beste Freunde, immer für einander da, bis sich ihre Wege trennen, als Holly nach London geht. Elf Jahre später sehen sie sich wieder, alles ist wie immer auch die Tatsache, dass sie nicht über ihre Gefühle füreinander reden. Noch dazu ist Holly vergeben.

Leseeindruck: Diese wunderschön leichte Liebesgeschichte hat mir viele humorvolle Stunden beschert. Die Sprache ist locker und leicht, so kommt man gut voran. Die Sichtweise wechselt immer zwischen Alex und Holly. Teilweise werden also die selben Ereignisse aus den verschiedenen Blickwinkeln von Alex und Holly erzählt. Dabei war es fast schon tragisch zu sehen, wie knapp die beiden so oft aneinander vorbei geliebt haben. Beide sind mir von Beginn an sehr sympathisch, daher habe ich sofort auf ein Happy End gehofft. Potentielle neue Partner der beiden hatten es daher denkbar schwer bei mir 🙂 Sehr viel Spaß hatte ich an den unzähligen Anmerkungen zur Zeitgeschichte und Popkultur. Wer selbst mit Take That, den Spice Girls oder Kylie Minogue aufgewachsen ist, wird sich ein Schmunzeln an der einen oder anderen Stelle nicht verkneifen können. Ich finde es außergewöhnlich, dass zwei Autoren gemeinsam ein Buch schreiben können, ohne, dass es in Sprache und Stil zu Brüchen kommt. Jimmy Rice schrieb die Alexstory und Laura Tait, die von Holly. Hollys Kapitel sind zwar ein wenig emotionaler und impulsiver, aber das liegt auch daran, dass Holly eher ein Gefühlsmensch ist und Alex der rationale Denker. Und dennoch stimmt die Chemie zwischen Alex und Holly, egal wie verschieden sie doch sind.

Lieblingsnebencharakter: Zu Beginn wollte ich Jemma, Hollys chaotischer Arbeitskollegin, den Titel geben, da sie ein so erfrischender Charakter ist. Im Laufe der Geschichte zeichnete sich immer mehr ab, dass Kev, Alex Jugendkumpel, die Auszeichnung mehr verdient hat. Kev ist zunächst ein liebenswerter Trottel, der sich immer mehr zu einem wahren Freund mausert und vor allem das Herz am richtigen Fleck hat. (Außerdem musste ich bei Kev immer an den trotteligen Mitbewohner der Hugh-Grant-Figur in Notting Hill denken 😉 )

Fazit: „Das Beste, das mir nie passiert ist“ ist ein wunderschönes Buch für Herz. (Bei dem Cover übrigens auch fürs Auge) Klar, es ist eine seichte Geschichte, bei der schnell klar ist, wer für wen bestimmt ist, aber das Buch versprüht einen ganz eigenen Charme und Witz. Es ist rundum gelungen und verschafft einem viele vergnügliche Lesestunden. Für jeden Briget-Jones-Fan und alle anderen, die eine humorvolle Liebesgeschichte lesen wollen. Es gibt die volle Punktzahl, da ich das Buch rundum zufrieden zugeschlagen habe.

Bewertung:
5 Stars

Bibliographische Angaben
Titel: „Das Beste, das mit nie passiert ist“
Autor: Laura Tait / Jimmy Rice (Übersetzung von Marion Herbert)
Verlag: DuMont
ISBN: 9783832162801
Ausgabe: Taschenbuch (9,99€)

Gemeinsam Lesen: „Das Beste, das mir nie passiert ist“

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Das Beste, das mir nie passiert ist“ von Laura Tait & Jimmy Rice (DuMont). Ich lese gerade auf Seite 91.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Wow,  es ist wie in meiner Lieblingsszene in Pretty Woman“ (S.91)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Dieses Buch hat mich schon mit dem Prolog in seinen Bann gezogen. Holly und Alex kennen sich aus Jugendtagen, sind gemeinsam zur Schule gegangen und waren immer nur beste Freunde. Doch es sieht ganz so aus, als würden sich ihre Wege elf Jahre nach der Schule wieder kreuzen. Tja, vielleicht wird jetzt mehr draus… Ich würde es den beiden wirklich wünschen. Die Chemie zwischen beiden stimmt, darum wundert es mich, dass sie so lange keinen Kontakt hatten, warum das so ist, weiß ich noch nicht, aber es liegen auch noch etwa 300 Seiten vor mir.  Bisher ist es ein richtig tolles Buch fürs Herz.

Dazu versprüht die Geschichte ganz charmant hier und da Bezüge zu Zeitgeist und Popkultur. So überlegen die beiden, welcher Take-That-Typ sie sind 🙂 Da ist auch noch ein ganz unerheblicher Pluspunkt der Geschichte: Sie spielt in London. Es sieht ganz danach aus, als ob ich dem Buch schon verfallen bin.

4. Wie wichtig ist euch das Cover? Beeinflusst es euch beim Kaufen oder ist es komplett egal? Wie gefällt euch das Cover eures aktuellen Buches? Sollte es zum Inhalt passen?

Sagen wir es mal so: Ein Buch, das mir optisch nicht gefällt, hat es wirklich schwer. Bevor man sich dem Inhalt widmen kann, muss man nun mal am Cover vorbei. Den ersten Eindruck bekommt man also schon vom Cover. Erst danach kümmere ich mich um den Klappentext (wenn mich das Cover noch nicht zur Kasse getrieben hat 🙂 )

Da ich total begeistert von meinem aktuellen Buch bin, ist es auch nicht verwunderlich, dass mir das Cover sehr gut gefällt. Auch in diesem Fall war das Cover dafür verantwortlich, dass ich mich näher mit dem Inhalt des Buches befasst habe. Glücklicher Weise passt das Cover hervorragend zum Inhalt (alles andere finde ich eher befremdlich). Im Moment ist ein Cover mit Silhouetten nichts Ungewöhnliches, es trifft bei mir aber immer noch einen Nerv. (Mein erstes Silhouetten-Buch war übrigens „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes)

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher.