Archiv der Kategorie: Madame Klappentext auf Reisen

Leipziger Buchmesse 2017

Kaum zu glauben, aber die diesjährige Buchmesse ist nun auch schon wieder Geschichte und endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Highlights hier zusammenzufassen. Ich hatte wieder das Glück mich an allen vier Tagen auf der Messe und in der Stadt rumtreiben zu dürfen. Es war mal wieder sehr schön (anstrengend) 🙂 .

Marina Heib liest aus „Drei Meter unter Null“

Los ging es am Donnerstag mit einem gemütlichen Gang durch die ersten Hallen dort haben wir uns mehr oder weniger treiben lassen. Hier und da mal eine Lesung oder ein Gespräch (davon gibt es auf der Messe mehr als genug). Richtig spannend wurde es bei der Lesung von Marina Heib aus ihrem Buch  „Drei Meter unter Null“ (Heyne Encore). Diese Veranstaltung haben wir spontan besucht, aber sie ist mir im Gedächtnis geblieben und das Buch ist auf meine Wunschliste gewandert. Es geht um eine ganz durchschnittliche Frau (ohne Namen), die beschließt ihrer eigentlichen Bestimmung nachzugehen, Mörderin zu sein. Die Autorin hat mich schon überzeugt, noch bevor sie aus dem Buch gelesen hat. Ich will unbedingt mehr über diese Frau wissen, die keinen Namen hat, obwohl er doch eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Der Textauszug hat mich total fasziniert. Die Eindrücke der Protagonistin werden derart sachlich beschrieben, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft, man kann die Kälte und Mordlust förmlich spüren.

Der Abend stand dann ganz im Zeichen der Ladies. Bei der Ladies Night im Chocolate haben Doris Knecht („Alles über Beziehungen“ aus dem Rowohlt Verlag), Verena Lugert („Die Irren mit dem Messer“ erschienen bei Droemer Knaur), Susann Pásztor („Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) und Steffi von Wolff („Später hat längst begonnen“ aus dem S. Fischer Verlag) gelesen. Vier Frauen, deren Bücher unterschiedlicher nicht hätten sein können. Es gab Komisches bei Steffi von Wolff, Bewegendes von Susann Pásztor und auch Sachliches zum Thema Kochen bei den „Irren mit dem Messer“ zu hören.

Doris Knecht (rechts) lauscht der Lesung von Susann Pásztor


Mein Highlight war hier allerdings Doris Knecht mit ihrem Roman „Alles über Beziehungen“ (Rowohlt). Die Hauptfigur Viktor ist ein Typ, bei dem man sich nicht entscheiden kann, ob er ein A…loch ist, ein bedauernswerter Loser oder von der Frauenwelt nur falsch verstanden ist. Viktor erzählt dem Leser von seinen verflossenen Liebschaften, Affären aber auch seiner Ehefrau, mit der er seit Jahrzehnten zusammen ist. Dabei geht so einiges schief, wofür Viktor natürlich nie etwas kann. Doris Knecht hat den Passagen auch noch mit ihrer herrlichen Wiener Schnauze den richtigen Ton verpasst. Auch wenn ich das Buch bisher nur von der Lesung kenne, würde ich es jedem empfehlen, der humorvolle und anspruchsvolle Frauenliteratur sucht. (Sorry, für Männer ist das wohl nix, denn die kommen einfach nicht gut weg 😉 )

Am Freitag hat es uns zu einer Lesung auf der Fantasy-Insel verschlagen. Markus Heitz hat aus seinem neuen Roman „Des Teufels Gebetbuch“ (Knaur) gelesen. Dabei geht es um eine Art teuflisches russisch Roulette mit Karten. Die Geschichte des Kartenspiels, gepaart mit einer Prise Horror und Thriller, spielt in dem Buch eine große Rolle. Mich hat die Lesung in jedem Fall neugierig gemacht. Was hat es mit der uralten geheimnisvollen Karte auf sich? Das alles klang spannend und mysteriös. Ich bin wohl eine der wenigen, die bisher noch keine Bücher von Markus Heitz gelesen hat. Dies wird sich aber bald ändern, denn er hat es geschafft mich mit seiner Begeisterung für das Thema Kartenspiel anzustecken. Ich bin gespannt. Das letzte Buch, das ich gelesen habe und  in dem es um teuflische Spielkarten ging, hat mir schließlich auch gefallen. (Es war Dancing Jaxx von Robin Jarvis)

Später hieß es wieder geduldig sein, denn wir wollten uns einen guten Platz bei einer Veranstaltung mit Sebastian Fitzek in der LVZ-Autorenarena sichern. Um bei diesem Vorhaben erfolgreich zu sein, sollte man viel Zeit mitbringen, also haben wir uns frühzeitig zum Stand begeben und uns auch noch die vorherigen Veranstaltungen angesehen. Eine davon war ein Gespräch mit Harald Martenstein zu seinem Buch „Im Kino“ (C. Bertelsmann). Darin erzählt der Autor, was er alles schon für Erfahrungen im Kinosaal als Filmkritiker gemacht hat. Einfach nur herrlich. Harald Martenstein hat eine wahre Gabe seine Umgebung zu beobachten und das Erlebte in Worte zu fassen. Dabei hat der Leser wahrhaftig das Gefühl mit ihm im Kinosaal zu sitzen. Ich bin unheimlich froh, dass ich an dieser unterhaltsamen Lesung teilhaben konnte. Ich werde ab sofort das Kino mit anderen Augen sehen und mir „Im Kino“ nochmal in voller Länge zu Gemüte ziehen.

Unsere Mühe hatte ich also gelohnt und wir konnten gute Plätze in der Arena ergattern, um den Worten von Sebastian Fitzek zu seinem neuen Thriller „AchtNacht“ (Droemer) zu lauschen. In seinem neuen Thriller geht es um ein gigantisches gesellschaftliches Experiment, das aus dem Ruder läuft. Denn für eine Nacht ist ein Mensch vogelfrei, dessen Name aus einer Art Todeslotterie gezogen wurde. Die Idee ist wieder einmal ganz anders und obwohl man sofort denkt: „So etwas kann es doch gar nicht geben“, hat mich die Ausgangssituation doch sofort gepackt. Mal sehen in welche psychologische Abgründe wir dieses Mal geführt werden. Ich werde mich auf jeden Fall auch auf dieses Experiment einlassen. „AchtNacht“ verspricht ein packender Thriller zu werden.

Am Abend ging es zu einer Lesung von Anne Freytag in die Südvorstadt. Sie hat aus ihrem neuen Roman „Den Mund voll ungesagter Dinge“ (Heyne fliegt) gelesen. Ich halte mich mal an den Wunsch der Autorin und werde nicht versuchen den Roman in ein Genre einzuordnen. Es geht um die 17jährige, die mit ihrem Vater ins weit entfernte München zieht und dort Fuß fassen muss. Dazu gehört für sie auch eine ganz neue Erfahrung: Sie verliebt sich in das Nachbarsmädchen. Gefühlschaos ist also vorprogrammiert. Ein guter Roman für junge (aber auch alte) Leser, der in keine Schublade passt und keine Klischees bedient. Die Sprache glänzt dabei durch Direktheit. Ich fühlte mich für die Zeit der Lesung gut unterhalten und werde mir den Namen Anne Freytag in jedem Fall merken.

Die nächste Lesung an diesem Abend war Takis Würger. Er hat aus seinem Roman „Der Club“ (Kein & Aber) gelesen. Die Atmosphäre, die im Roman vorherrscht, ist mir dabei viel mehr in Erinnerung geblieben, als die eigentliche Story. Es geht um einen Boxclub in Cambridge, in dem vor Jahren ein Verbrechen passiert ist. Hans bekommt Zugang zu dem Club, obwohl er aus einfachen Verhältnissen stammt und so überhaupt nicht in dieses elitäre Umfeld passt. Er soll auf Geheiß seiner Tante die Wahrheit herausfinden. Dennoch ist es kein klassischer Krimi, denn nicht die Auflösung des Falls steht im Vordergrund, sondern Hans‘ Entwicklung. Ich finde seinen Charakter unglaublich spannend. Gerne will ich mehr über ihn erfahren, denn er ist kein typischer Cambridgestudent. Er ist ein Held, der keiner sein will, der mehr reagiert als agiert. Ich bin wirklich gespannt, wie er sich schlägt und wie die Geschichte für ihn persönlich ausgeht.

Am Samstag haben wir uns mal vom Messetrubel ferngehalten und bei schönstem Frühlingswetter an einer Krimi-Stadtralley teilgenommen. Das war mal was anderes und hat  wirklich Spaß gemacht.

Sebastian Fitzek bildete auch den Schlusspunkt meines Messeprogramms. Am Sonntag erzählte er neben Geschichten rund um „AchtNacht“ auch noch eine nette Anekdote, wie es zu seinem Kinderbuch „Stinki und Pupsi“ kam 😉 Bei drei kleinen Kindern und vergessenem Vorlesebuch muss man sich als kreativer Autor eben schnell eine Geschichte ausdenken…

Es waren wieder einmal sehr schöne vier Tage. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr und werde hoffentlich die auch hier die Zeit finden, das eine oder andere Buch meiner angewachsenen Wunschliste vorzustellen.

Welche Frühjahrsneuheit hat es denn auf euren Wunschzettel oder gar schon ins Regal geschafft?

 

Auf Reisen: 10 Jahre Jubiläumsshow Sebastian Fitzek

Wer schon mal bei einer Veranstaltung mit Sebastian Fitzek war, der weiß, dass seine Lesungen kein reines Vorlesen aus seinen Büchern ist. Vielmehr geht es um die Idee, die hinter einem Buch steht und die Grundstimmung, die in einem Buch vorherrscht.
Ich war also sehr gespannt auf seine Lesung zum Buch „Das Paket“ (zu meiner Rezension). Ein ganzer Abend mit nur einem Autor, dieses Erlebnis hatte ich zuvor noch nicht. Sonst waren immer mehrere Autoren anwesend, oder es handelte sich um eine kürzere Veranstaltung. Eines hat Sebastian Fitzek an diesem Abend mal wieder bewiesen: Er ist nicht nur ein toller Autor, sondern ein wahrer Entertainer.

Cover „Das Paket“ (Bildquelle: Droemer)

Zwischen gelesene Abschnitte reihten sich Anekdoten aus den letzten 10 Jahren. Schließlich trug die Veranstaltung den Namen Jubiläumsshow 10 Jahre Fitzek. 2006 kam sein erster Roman „Die Therapie“ heraus. Zwischenzeitlich hat sich viel getan. Diese Reise durfte das Publikum nun nochmal gemeinsam mit dem Autor durchleben. Mein Highlight war die Reaktion des Onlinehändlers mit dem großen „A“ auf den Erfolg der „Therapie“. Die britische Zentrale registrierte den Erfolg des Buches auf dem deutschen Markt in einer Email mit den Worten: Who the f… is Fitzek? 🙂 Ich denke jetzt dürften Sie es wissen.
Übrigens findet sich am Ende von „Das Paket“ eine kleine Sammlung von Anekdoten und Leserbriefen, die er auch in der Show zum Besten gegeben hat. Auch die sind sehr lesenswert und vermitteln einen Eindruck wie Sebastian Fitzek das Publikum auf der Lesung unterhalten hat.

Die klassisch gelesenen Abschnitte waren ebenso besonders, denn sie wurden musikalisch von der Elektroband Buffer Underrun begleitet, die extra für die Tour einen Soundtrack komponiert haben. Die Soundeffekte haben die Stimmung der gelesenen Szenen großartig verstärkt. Die Spannung wurde noch intensiver. Gemeinsam mit dem animierten Bühnenbild, welches auf ein riesiges aufgeschlagenes Buch projiziert wurde, entstand eine tolle Atmosphäre. Die Ängste der Hauptfigur Emma Stein wurden noch deutlicher, denn man konnte sich gut in ihre Gefühlslage hineinversetzen. Eines war sofort klar: Mit diesem Paket stimmt etwas nicht.

Wer nach der Lesung nicht sofort „Das Paket“ lesen wollte, der hat wohl die Veranstaltung verschlafen 😉 Ich habe das Buch mittlerweile mit viel Begeisterung gelesen. Nach der Lesung gab es die Möglichkeit sich sein Exemplar vom Autor signieren zu lassen. Es ist schon bemerkenswert welche Geduld Sebastian Fitzek immer wieder bei den Autogrammstunden aufbringt und bis zu letzten Fan (wir waren immerhin die Vorletzten 😉 ) noch Zeit für Smaltalk hat. Auf die Frage, ob man Autogramme schreiben trainieren kann, meinte er nein, aber zur Zeit übe er tatsächlich mehrere Stunden täglich.
Den Vorschlag auf die linke Hand umzusteigen schlug er übrigens aus, da man sonst überhaupt nichts mehr entziffern könne. (Wen interssiert’s? Hauptsache ich weiß, wer mein Buch unterschrieben hat 😉 )

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An dieser Stelle nochmal vielen Dank für den unterhaltsamen Abend.

PS: Einen Punkt möchte ich zum Schluss nicht unerwähnt lassen, auch wenn er unschön ist (dies hat allerdings überhaupt nichts mit Sebastian Fitzek selbst zu tun).
Warum können einige Besucher über zwei Stunden hinweg ihr Handy nicht in der Tasche lassen? Überall um uns herum leuchteten Displays auf. In einem ansonsten dunklen Theater ist das doch mehr als störend. Ich frage mich immer warum die Leute auf eine Live-Veranstaltung gehen und dann doch nur durch ihr Display schauen? (Deshalb habe ich auch keine Bilder gemacht, denn ich wollte die Lesung voll und ganz genießen)
Kaum zeichnete sich dann das Ende er Show ab, wurde gedrängelt und geschubst, um ja als erstes am Autogrammtisch zu sein.
Habt doch ein bisschen mehr Respekt vor der Leistung aller Beteiligten, hört und schaut während der Show aufmerksam zu und für den Schlussapplaus sollte man sich immer Zeit nehmen. So schwer ist das doch nicht, die Grundregeln des Anstands zu befolgen.

Links:
Infos zur Tour
Buffer Underrun
Verlagsgruppe Droemer Knaur

Auf Reisen: Frankfurter Buchmesse 2016

Am letzten Wochenende war auch ich auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs. Es gab viel zu viel zu sehen, als dass ich hier alles erwähnen könnte. Unzählige Beiträge geistern nun schon durchs Netz jetzt soll sich mein Beitrag dazu gesellen 🙂

Blick auf die Freifläche der Frankfurter Buchmesse

Am Samstag stand eine Lesung im Lesezelt an. Holly-Jane Rahlens hat aus „Federflüstern“ (Rowohlt) gelesen. (Hier zum ausführlichen Bericht)

Oliver Scherz während der Lesung

Da wir schon frühzeit da waren, haben wir auch noch einen Großteil der vorherigen Lesung von Oliver Scherz aus „Wenn der geheime Park erwacht, nehm auch vor Schabalu in Acht“ (Thienemann Verlag) mitbekommen. Es war sehr unterhaltsam, denn mit Hilfe seiner Gitarre kam richtiges Westernfeeling auf, ganz wie in der Geschichte. Dabei erleben Mo und seine Geschwister eine Reihe Abenteuer in einem verlassenen Vergnügungspark, der plötzlich gar nicht mehr so verlassen ist. Eine wirklich schöne Kindergeschichte, bei denen sich auch die Eltern nicht langweilen.

Die Veranstaltung mit Sebastian Fitzek war doch tatsächlich so überfüllt, dass es mir nicht gelungen ist auch nur ein Foto zu machen. Na Hauptsache ich war dabei 😉

Anschließend ging es zu einer Veranstaltung mit Sebastian Fitzek. In dieser Woche ist sein neues Buch „Das Paket“ (Knaur) erschienen, natürlich drehte sich dann im Gespräch vieles um sein neues Buch. Er versteht es wirklich gut, den Leser neugierig auf sein Buch zu machen, ohne daraus vorzulesen. Sehr interessant, woraus er als Autor seine Ideen nimmt. Jede noch so kleine alltägliche Situation hat das Potential in einem seiner Roamane zu enden. So auch bei der Idee zu „Das Paket“: Was könnte passieren, wenn man für einen Nachbarn ein Paket annimmt, diesen aber überhaupt nicht kennt, obwohl man doch sonst jeden in der Straße kennt? Diese Idee finde ich grandios, denn schließlich hat jeder schon mal ein Paket für einen Nachbarn angenommen. Ich bin mal gespannt, wie die Story im Buch umgesetzt ist. Noch dazu taucht eine eigenartige Botschaft auf dem Badezimmerspiegel im Hotel auf und die Vergangenheit der Hauptfigur will auch noch aufgearbeitet werden. Das klingt nach toller Unterhaltung. „Das Paket“ steht definitv ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Übrigens hat Sebastian Fitzek auch eine tolle Einstellung zur Frage: Was studiere oder arbeite ich nach der Schule. Er meinte, man solle viele Erfahrungen sammeln und es ist auch kein Beinbruch, wenn man sich nochmal umorientiert. Das Berufsleben müsse nicht immer geradlinig verlaufen, um zum Ziel zu führen. Sehr schöne Worte wie ich finde 🙂

Am Sonntag habe ich den Tag genutzt, um einfach mal so durch die Hallen zu. Hier kommt eine kleine Auswahl an Impressionen:

Tolle Kinderbücher beim Magellan Verlag

Auch bei Carlsen gab es viel zusehen. Unter anderem auch das süße Faultier Lucky 😚

„Das Haus der vergessenen Bücher“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Toll, dass es die Vorgeschichte jetzt auch im Taschenbuch gibt. Gesehen bei Hoffmann und Campe

 

Beim Fabulus Verlag bin ich auf „Ormog“ von Thomas Engel gestoßen. Mir ist das Buch schon auf einigen anderen Blogs begegnet, daher war meine Neugierde geweckt. Dank der lieben Mitarbeiter am Stand und einem kurzen Plausch mit dem Autor durfte ich das Buch mitnehmen. Ich werde hier berichten, wie dieser Fantasyroman bei mir abgeschnitten hat. Da bin ich selbst mal gespannt.

Der Carlsen Verlag hat ein riesiges Harry Potter Buch mitgebracht. Wenn ich „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht schon gelesen hätte, wäre ich nicht mehr von dem Stand losgekommen.

Der Suhrkamp Verlag war auch sehr einladend

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Büchereule von Ullstein

Bei Heel gab es das Kochbuch für alle Nutella-Junkies 🙂

Alle meine Buchmesse-Schätze

Es war mal wieder wunderschön (anstrengend) auf der Messe. Eine Menge Bücher haben den Weg auf meinen Wunschzettel bekommen und einige durften auch gleich mit nach Hause und warten jetzt auf ein Platz im Regal. (Mehr dazu die nächsten Tage) Jetzt erhole ich mich mit einem guten Buch auf dem Sofa und freue mich umso mehr auf Leipzig 🙂

Wer von euch war auch in Frankfurt? Und was war euer Highlight?

 

Lesung: „Federflüstern“ von Holly-Jane Rahlens

Letzte Woche stand wieder die Frankfurter Buchmesse auf dem Plan. Dieses Jahr habe ich mir nicht so viel vorgenommen, da die Hallen so groß, voll und interessant sind, wollte ich genügend Zeit zum Schlendern haben. Eine Lesung habe ich mir allerdings dick im Kalender markiert: Holly-Jane Rahlens‘ Lesung zu „Federflüstern“.

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Während der Lesung (Ein Dank für das Bild geht an Julia 😉 )

Im Oktober gab es bei lovelybooks eine Leserunde zu diesem Zeitreiseabenteuer, welche von der Autorin begleitet wurde. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht an der Leserunde teilzunehmen, denn Holly-Jane hat sich viel Zeit für alle Leser genommen und alle Fragen geduldig beantwortet. Auch wenn ich schon vorher ein Fan der Zeitreisereihe war, hat mich die Leserunde nun endgültig gepackt. Ich freue mich schon unheimlich auf den nächsten Band, denn die Charaktere sind witzig, klug und liebenswert. (Hier gehts zu den Rezensionen zu „Blätterrauschen“ und „Federflüstern„)

In Frankfurt war die Lesung mit Holly-Jane Rahlens also ein schöner Pflichttermin 🙂 Die Lesung fand im gemütlichen Lesezelt statt. In nur 30 Minuten ist es natürlich schwer Charaktere und Grundzüge der Handlung zu erklären ohne zu viel zu verraten. Für meine Begriffe ist das der Autorin aber gut gelungen,  besonders der Humor der Kids um Oliver, Rosa und Iris kam gut rüber. Und natürlich bekam auch Mark Twain, einer der wichtigen Charaktere im Buch, seinen Auftritt. Ich kann mich nur wiederholen: Die Reihe ist toll, egal ob jung oder alt, jeder findet einen Charakter, mit dem er sich identifizieren kann.

Nach der Lesung hatte man noch die Möglichkeit, sich sein Buch signieren zu lassen. Die Chance habe ich natürlich genutzt und hatte so noch die Möglichkeit Holly-Jane Rahlens persönlich für die tolle Leserunde zu danken.

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Mein signierten Exemplare von „Blätterrauschen“ und „Federflüstern“

Infos zur Reihe:

Band 1: Blätterrauschen (ab 11)
Band 2: Federflüstern (ab 11)
außerhalb der Reihe: Everlasting (All-Age)
Verlag: Rowohlt

Auf Reisen: Harry-Potter-Ausstellung

Seit einigen Wochen bin ich nun schon aus meinem (viel zu kurzen) Urlaub zurück. Neben den klassischen Touristenzielen habe ich in Paris aber auch einen Vormittag ganz im Sinne von Harry Potter und Hogwarts verbracht. Wie der Zufall es wollte, gastierte gerade eine Harry-Potter-Ausstellung in der Stadt. (Die Wanderausstellung gastiert schon seit 2009 in den verschiedensten Städten rund um den Globus. Mehr Infos bekommt ihr auf der Homepage zur Ausstellung). Es wurde nicht lange überlegt und ab ging es, denn nach einer längeren Lesepause vor vielen Jahren, ist die Harry-Potter-Reihe „Schuld“ daran, dass ich wieder zum Bücherjunkie geworden bin 🙂

Voller Vorfreude haben wir uns also auf den Weg zum Ausstellungsgelände gemacht.

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Schon am Eingang wurde man mit dem eingängigen „Harry-Potter-Theme“ begrüßt. Es kam sofort die richtige Stimmung auf. Nach kurzer Wartezeit wurden alle am sprechenden Hut vorbei gelotst und ein paar ganz eifrige Kinder durften auch hören, zu welchem Haus sie gehören werden. Bei Gryffindor war die Freude natürlich am größten, das ist ja klar. Nur gut, dass nicht jeder den Hut auf bekam, denn ich wäre echt enttäuscht gewesen, wenn ich an den Slytherin Tisch gemusst hätte 🙂

Danach stand der Erkundungstour nichts mehr im Wege. Man bekam eine Menge Originalrequisiten zu sehen, dazu lief im Hintergrund dann meist die dazugehörige Szene aus den Filmen.

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Harry Aufnahmebrief von Hogwarts

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Liste mit Dumbledores Armee

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Gewächshaus mit den Alraunen und passendem Lärmschutz

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Karte des Rumtreibers

Aber auch das eine oder andere Kostüm von Schülern und Lehrern habe ich entdeckt:

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Rons Winteroutfit mit seinem Bett

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Harrys Schuluniform mit dem goldenen Ei aus dem „Feuerkelch“

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Prof. Snape

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Prof. Umbridge

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Kostüme von Ron, Hermine und Harry mit dem Hippogreif

Auch der Quidditchteil kam natürlich nicht zu kurz:

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Alles zur Weltmeisterschaft

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Harrys Quidditsch-Outfit

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Nach all den schönen Erinnerungen, die man mit der Clique rund um Harry, Ron und Hermine erlebt hat, dürfen natürlich auch die dunklen Elemente nicht fehlen 🙂

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Die Horkruxe

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Das Monsterbuch der Monster eines von Hagrids Lehrbüchern

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Nur gut, dass mir diese Verrückte nicht über den Weg gelaufen ist, dann hätte ich aber schnell das Weite suchen müssen. Aber sie ist mein Liebling unter den Bösewichten, also hat sie auch hier einen Platz verdient.

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Schmerzlich vermisst habe ich Hedwig, aber dafür durfte ich Dobby kennenlernen. Den kleinen Kerl mal „live“ zu sehen, hat mich wirklich gefreut. Ich finde ihn einfach knuffig und auf seine Hauselfenart niedlich und liebenswert. Sein Ende hat mich im Buch wie im Film wahrlich getroffen, umso schöner, dass es ein Wiedersehen gab.

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Dobby

Schlussendlich kann ich sagen, dass sich der Besuch der Ausstellung wirklich gelohnt hat. Man erkennt so viele lieb gewonnene Dinge wieder. So gut wie jeder hat doch eine Verbindung zu der magischen Welt von Hogwarts, ob man nun alle Bücher gelesen hat, oder „nur“ die Filme kennt. Ein keiner Wermutstropfen, waren die heftigen Preise im Souvenirshop. Ich war wirklich willig, mir ein „echtes“ Andenken zu kaufen, aber knapp 20 € für ein Lesezeichen mit einfachem Stift, oder 37 € für die Karte des Rumtreibers, die ja einfach ein Poster ist. Ganz zu schweigen von den 5 € für einen (mini) Schokofrosch, der aus einfacher Milchschokolade besteht. Aber gut, das soll jeder für sich selbst entscheiden. Ich hatte viel Spaß, auch wenn der Rundgang mit etwas mehr als einer Stunde viel zu schnell vorbei war.  🙁

Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder richtig Lust die Filme mal wieder zu schauen, wobei mir einfällt, dass ich sie nur bis zum 5. Teil auf DVD habe. (Das sollte ich schnell ändern). Ich nehme mir auch schon ewig vor, die Bücher nochmal zu lesen, mit so vielen Eindrücken von der Ausstellung sollte ich das wieder näher ins Auge fassen.

Welche Erinnerungen verbindet ihr mit den Büchern und den Filmen und da ich ja so neugierig bin: Welches ist euer Favorit unter den einzelnen Bänden? Bei mir ist es ganz klar „Der Gefangene von Askaban“

 

Eine Buchhandlung in Paris: Shakespeare and Company

Wenn ich auf Reisen bin, erkunde ich gern neue Buchläden, damit könnte ich Stunden verbringen 🙂 Im Ausland wird die Sache dann schon schwieriger. Dort stöbere ich zwar auch unheimlich gern in den Regalen, allerdings traue ich mir neben deutschen nur englische Bücher zu. Ich hatte zwar auch französisch in der Schule, meine Sprachkenntnisse reichen aber bei weitem nicht aus, um ein Buch in dieser Sprache zu lesen 🙂

Warum stelle ich euch hier also eine Pariser Buchhandlung vor? Ganz einfach, weil Shakespeare and Company eine wundervolle englischsprachige Buchhandlung ist.

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Notre Dame

Die Buchhandlung gibt es bereits seit 1951 und sie ist mittlerweile selbst schon eine (kleine) Sehenswürdigkeit. Fast direkt an der Seine und mit Blick auf Notre Dame liegt sie im Herzen von Paris. Man schlängelt sich durch schmale Gänge und Räume, in denen die Bücher wirklich bis unter die Decke gestapelt sind.  Man findet von Neuerscheinungen bis hin zu Klassikern alles, was das Bücherherz begehrt. Diese Buchhandlung versprüht einen ganz eigenen Charme. Man merkt ganz deutlich welche Wertschätzung den Büchern hier entgegengebracht wird. Das Buch dient hier nicht als einfaches Konsumgut. Bei Shakespeare and Company ist das Buch ein wahres Kulturgut.

Shakespeare and Company in Paris

Es finden hin und wieder auch Lesungen in der Buchhandlung statt, dann darf der Autor auch in der Buchhandlung übernachten. Vielleicht auch in der oberen Etage, wo auch die buchhandlungseigene Katze zu Hause ist 🙂 Übrigens zählt auch David Whitehouse,  Shakespeare and Company zu seinen Lieblingsbuchhandlungen. (Wie man auf der Widmung unten lesen kann lesen kann.)

Auch dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit Shakespeare and Company zu besuchen und bin natürlich nicht mit leeren Händen aus dem Laden entkommen 🙂 In mein Bücherregal durften „Mobile Libary“ von David Whitehouse (dt. „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek) und „Weird things customers say in bookshops“ von Jen Campbell)

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Wer mag, der kann sich seine gekauften Schätze mit dem typischen Shakespeare-and- Company-Stempel verziehren lassen, wenn man dann noch reichlich zugeschlagen hat, bekommt man als Dankeschön auch noch einen tollen Stoffbeutel dazu 🙂 (Hier muss ich wohl nicht erwähnen, dass ich reichlich zugeschlagen habe 🙂 Den Stoffbeutel gab es dann, da ich gemeinsam mit einer lieben Freundin bezahlt habe – Danke liebe Julia)

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Signatur von David Whitehouse mit dem Stempel der Buchhandlung

Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehle ich auf der Homepage der Buchhandlung zu stöbern. Und falls es euch mal nach Paris verschlägt, dann müsst ihr unbedingt diesen einzigartigen Laden besuchen. Shakespeare and Company findet ihr in der 37 rue de la Bûcherie, im 5ten Arrondissement, Paris.

Wer sich jetzt fragt, weshalb ich hier mit Bildern so sparsam bin, dem sei gesagt, dass das Fotografieren im Laden nicht gern gesehen ist, daran habe ich mich auch gehalten. 🙂

Habt ihr im Urlaub auch schon mal eine ganz besondere Buchhandlung entdeckt? Oder habt ihr bei euch um die Ecke sogar eine?

Hauptsache Buch(staben) :-)

Ich nutze die warmen Sonnenstrahlen gerade, um mich für meine beiden noch ausstehenden Rezensionen inspirieren zu lassen. „Die letzen Tage der Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin und auch „Abgründig“ von Arno Strobel habe ich mittlerweile ausgelesen, die Rezension fehlt aber noch. Um euch die Wartezeit darauf zu verkürzen, dachte ich mir: Ich zeige euch mal, was in in den letzten Tagen so geshoppt habe. Mit buchigem Charakter natürlich 🙂

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Kurz nach Ostern habe ich der Herzogin Anna Amalia Bibliothek hier in Weimar einen Besuch abgestattet. Übrigens ein echtes Muss für jeden Weimartouristen  und/oder Buchliebhaber. Das Highlight dort ist natürlich der restaurierte Rokkokosaal. Nach dem verheerenden Brand von 2004 wurde er mit viel Liebe und Herzblut wieder hergerichtet. (Mehr Infos findet ihr auf der Homepage der Bibliothek)

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Das war sicher nicht mein letzter Besuch in der BibIiothek, schon allein, weil ich unbedingt nochmal mit Kamera hin muss. (Hatte meine zu Hause vergessen 🙁 Das Foto der Eingangstür stammt von einem anderen Stadtbummel) Im Museumsshop habe ich mir dann einige hübsche Postkarten als Entschädigung gekauft und auch ein Magnet darf jetzt meinen Kühlschrank schmücken.

Nach dem Bibliotheksbesuch ging es dann noch zum Stadtbummel durch die Innenstadt, dort habe ich dann diese zwei Schätze entdeckt:

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Schuhe mit aufgedrucktem Text in Zeitungsoptik 🙂 Ich brauche zwar tatsächlich neue Schuhe (das Ziel waren klassische Turnschuhe) , aber bei diesem Design habe ich in meinem Kopf nur noch gehört: „Haben wollen“. Bei buchigen Designs von Klamotten oder Accessoires werde ich einfach immer wieder schwach 🙂 Übrigens sind die Schuhe von der Firma Rieker, falls jemand auch buchiges Schuhwerk sucht, werdet ihr dort fündig. Tja und dem Spruch der Postkarte ist wohl nix hinzuzufügen…

So, und jetzt aber schnell zurück zu meinen Rezensionen, damit sie bald online gehen können.

Habt ihr auch „buchige“ Accessoires oder Dekoartikel zu Hause?

 

„Vom Eise befreit…“ – Mein Osterspaziergang

wpid-20150406_121603.jpgAn diesem Ostermontag konnte auch ich endlich den Feiertag nutzen und die Seele baumeln lassen. Da ich nun schon mein zweites Osterfest in Weimar verbringe, dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit auf Goethes Spuren zu wandeln. Denn wer kennt sie nicht, die berühmten ersten Zeilen aus dem „Osterspaziergang“ von Goethe. Für alle, die sie vergessen haben, den sei hiermit auf die Sprünge geholfen 🙂

Osterspaziergang 

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

In Goethes Garten gab es eine Menge Frühlingsblumen zu bestaunen:

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Wer den Park an der Ilm in Weimar kennt, der kann sich gut vorstellen, dass Goethe das bunte Treiben im Park und die Natur vor Augen gehabt haben wird, als er den „Osterspaziergang“ geschrieben hat. Also habe ich mich heute auch in den Park und zu Goethes Gartenhaus aufgemacht und die Sonnenstrahlen genossen. Jetzt genug der langen Worte, hier meine Impressionen:

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Goethes Gartenhaus

Überall konnte man die ersten Knospen und Blüten an den Bäumen entdecken.

Wie man sieht ist die Ilm, ganz nach Goethes Worten vom Eise befreit 🙂

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Auch die Enten im Park haben die Sonne genossen und es sich gut gehen lassen. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen ruhigen Ausklang der Feiertage. Ich werde es mir auf meinem Sofa mit einem guten Buch gemütlich machen 🙂

Wie und wo habt ihr denn die Ostertage verbracht?

Leipziger Buchmesse: 2. lange Loewe-Thrillernacht

Am Messesamstag, den 14.03. stand zum zweiten Mal in Folge die „Lange Loewe-Thrillernacht“ auf dem Programm. Langsam wird dieser Termin vom Loewe Verlag (vor zwei Jahren noch die script5-Nacht zur „Jungen Belletristik“) zur willkommenen Gewohnheit 🙂 Die Lesung fand, wie auch in den Vorjahren im Schille Theaterhaus statt. Dieses kleine Theater in Leipzig strahlt viel Gemütlichkeit aus, besonders auch durch das angrenzende Cafe, wo im Anschluss auch die Signierstunde stattfand.

Durch den Abend führte der sehr gut vorbereitete Moderator Marc Langebeck. Man merkte wirklich, dass er sich mit dem gesamten Werk und Werdegang der Autoren befasst hat. Dafür gibt es einen riesigen Pluspunkt, denn so konnte er auch spontan gezielte Fragen stellen, um noch mehr in Erfahrung bringen zu können. Er führte auch sehr unterhaltsam durch die Publikumfragen. (So fragte ein Mädchen, wie die Protagonistin in „Finstermoos“ geschrieben werde. „L-U-Z-I-E“, antwortete Janet Clark. Die Kleine freute sich so herrlich darüber, dass dies auch ihr Name sei, dass die „Publikumsluzie“ immer mal wieder vom Moderator direkt angesprochen wurde und es einige lustige Momente mit Luzie gab.)

Den Anfang machte Janet Clark, die ihre Reihe „Finstermoos“ vorstellte. Sie hat Szenen aus dem ersten Band vorgelesen, so dass man wirklich Lust bekommen hat, in die Welt von Finstermoos zu reisen. Finstermoos ist eine 4-bändige Reihe, die in dem idyllischen Bergdorf Finstermoos spielt. Als jedoch eine Babyleiche gefunden wird, verändert sich einiges. Band 1 „Aller Frevel Anfang“ habe ich bereits gelesen und war begeistert. (Hier zur Rezension).

Die Autorin erzählte auch, dass am Montag nach der Veranstaltung ihre Deadline für den 4. Band sei. Sie sollte den letzten Band also nun auch schon fertig haben. Dem Lesevergnügen steht demnach nichts mehr im Weg 🙂 Bei der Signierstunde erzählte ich ihr, dass sich der erste Teil so unglaublich flüssig und schnell lesen lässt. Ihre Reaktion darauf war, dass Band 2 noch schneller ginge. Ich bin gespannt und freue mich.

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Autogramm von Janet Clark

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Janet Clark liest

Danach stellte Arno Strobel seinen zweiten Jugendroman „Schlusstakt“ vor. Dabei geht es um die dunkle Welt der Castingshows, abseits von Ruhm und Glamour. Die Recherche dazu muss wohl viele qualvolle TV-Stunden mit sich gebracht haben. Darum beneide ich ihn nicht 🙂 Ich finde die Idee, Castingshows mit ihren Scripts und Machenschaften zu thematisieren sehr gut, besonders da „Schlusstakt“ auf ein Publikum abzielt, dass wohl zum größten Teil auch die Zielgruppe von Castingshows sein wird. Das Buch wandert definitiv auf meinen Wunschzettel.

Übrigens „mussten“ sich Arno Strobel und Janet Clark ein Glas teilen, weil im Eifer des Gefechts wohl ein neues vergessen wurde. Arno Strobel meinte dazu nur, dass er wohl auch bald Mehrteiler schreibt, wenn er noch öfter aus Janets Glas trinkt. 🙂

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Arno Strobel liest

Anschließend war Ursula Poznanski, mit eigenem Glas, aber dafür Mikroproblemen 🙂 an der Reihe. Sie hat aus „Die Vernichteten“, Band 3 der Eleria-Trilogie, gelesen. Nachdem ich nun endlich den ersten Band „Die Verratenen“ gelesen habe, (Hier zur Rezension) hat mir der Ausblick auf Band 3 sehr gut gefallen. Ich habe mich sofort gefragt, was wohl alles passiert sein muss, dass es zur gegebenen Personenkonstellation gekommen ist. Ria muss weiterhin viele brenzlige Situationen überstehen. Wir begleiten Sie weiter auf ihrer Reise durch die dystopische Welt der Spähren und Außenwelt. Ein riesen Dank nochmal an die Autorin, dass sie nicht gespoilert hat und auch einige Publikumfragen sehr charmant umgangen hat, um niemandem die Vorfreude zu nehmen.

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Marc Langebeck und Ursula Poznanski

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Autogramm

Der absolute Höhepunkt war Eoin Colfer. Als Ire fühlte er sich nach eigener Aussage in einem Theater mit angeschlossener Bar, wie in einem Traum 🙂  Zuvor kannte ich nur seinen Namen von den Artemis Fowl Büchern, mehr aber auch nicht. Gelesen hatte ich sie nicht und ich wusste auch nicht so recht, was mich bei der „WARP Reihe“ erwarten würde.  Jetzt weiß ich, dass ich den Namen Eoin Colfer so schnell nicht vergessen werde. Ich werde ihn immer mit Humor, Spontanität und Schlagfertigkeit in Verbindung bringen. Als der Moderator Eoin fragte, ob er nicht etwas aus dem englischen Original von „WARP – Der Klunkerfischer“ vorlesen könne, meinte er zwar, dass der keinen Text zum lesen habe, zückte aber das Handy, um daraus etwas vorzulesen. Noch schneller war allerdings die deutsche Lektorin, die ihn zügig mit englischer Lektüre versorgte. Anschließend las der Hörbuchsprecher Rainer Strecker. Dabei muss man sagen, dass er weniger las, sondern vielmehr ein „Ein-Mann-Stück“ auf der Bühne vortrug. Grandios. Das allein wäre schon tolle Unterhaltung gewesen, aber dabei noch Eoin Colfer zusehen, wie er Rainer Strecker beobachtet, war die Krönung. Eoin war sichtlich beeindruckt von Rainer Streckers Leistung und zeigte dies durch seine Mimik und Gestik, die aber wiederum das Publikum zum lachen brachte. Sein trockener irischer Humor noch dazu, machte das ganze perfekt. Nachdem das Publikum wieder über einen kuriosen Blick Eoins lachte, meinte dieser: „I did nothing.“

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Autogramm

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Marc Langebeck, Eoin Colfer und Rainer Strecker

Übrigens wissen wir jetzt auch, dass er keinem traut, dessen Ohren er nicht sehen kann, da man ja nie wisse, ob das Gegenüber dann wirklich ein Mensch wäre 🙂 Sein Blick ging dann ganz gezielt zu Ursula Poznanski 🙂

Ich kann euch allen nur raten: Schaut euch Eoin Colfer an, wenn ihr die Gelgenheit dazu habt, das war ganz großartige Unterhaltung. Bei aller Begeisterung über ihn fällt mir ein, dass ich noch nicht einmal erzählt habe, worum es in WARP geht. Also: Die „WARP-Reihe“ ist eine Mischung aus Dystopie, Zeitreise und Abenteuer. Der junge Riley kommt aus dem späten 19. Jahrhundert und reist ins 21. Jahrhundert, wo er auf einen FBI Agenten trifft und das Abenteuer beginnt, in dem auch ein Auftragskiller eine bedeutende Rolle spielt.

Abschließend kann ich sagen, dass mir der Abend rundum sehr gut gefallen hat. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder eine so schöne Veranstaltung geben wird. Ich freue mich jetzt schon drauf.

Habt ihr auch schon Erfahrung mit tollen Live-Lesungen gemacht? Vielleicht auch dieses Jahr auf der Messe, oder auch sonst?

Leipziger Buchmesse – Meine Lesungen (Teil 2)

Heute möchte ich über mein Buchmesse-Wochenende berichten, denn auch an den zwei Tagen gab es eine Menge zu sehen.

Samstag, 14.03.2015

Am Samstag ist auf der Leipziger Buchmesse bekanntlich die Hölle los. Dieses Jahr waren zeitweise sogar die Besucherparkplätze gesperrt und auch die S-Bahn war gut genutzt. Nicht verwunderlich also, dass auch die Veranstaltungen noch besser besucht sind, als auch sonst schon. Neben meinem Besuch des Leser- und Bloggertreffens von Lovelybooks habe ich mir noch ein Autogramm von Jussi Adler-Olsen erkämpft. (Ja, erkämpft, denn es gab leider keine richtige Schlange, sondern ein Knäuel 🙂 )

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Danach ging es ganz schnell zum Veranstaltungsort für das Gespräch zwischen Margarete von Schwarzkopf und Sebastian Fitzek. Diese Leseinsel war wirklich bis zum letzten Platz besetzt. Nur gut, dass wir den Braten schon gerochen hatten und frühzeitig vor Ort waren, um uns zumindest noch einen Fußbodenplatz sichern zu können.

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Margarete von Schwarzkopf im Gespräch mit Sebastian Fitzek

Wer einmal  bei einer Veranstaltung mit Sebastian Fitzek besucht hat, der wird immer wieder kommen, denn er ist wirklich ein toller Entertainer und Geschichtenerzähler. Er versteht es wunderbar Anekdoten zu erzählen, die einen Bezug zu seinem Buch haben. Obwohl er nicht einen Satz aus „Passagier 23“ gelesen hat, musste ich unbedingt ein Exemplar kaufen, da ich wahnsinnig neugierig geworden bin. (Übrigens habe ich bisher noch kein Buch von ihm gelesen, daher bin ich besonders gespannt, was mich wohl erwartet.)

Eine dieser Anekdoten ist übrigens die Geschichte, wie er auf die Idee zur Story auf einem Kreuzfahrtschiff gekommen ist. Er hat einen Artikel darüber gelesen, dass jedes Jahr etwa 23 Passagiere spurlos auf Kreuzfahrten verschwinden. Das können doch nicht alles Unfälle und Selbstmorde sein, oder?

Im Anschluss an die Lesung habe ich mir noch mein Exemplar signieren lassen 🙂

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Sonntag, 15.03.2015

Jetzt könnte man meinen, dass ich ein Sebastian-Fitzek-Stalker bin, da ich am Sonntag neben dem Bummel über der Messe noch bei zwei Fitzek-Veranstaltungen war 🙂 (Und nein, ich bin kein Stalker, es ist einfach immer wieder sehr unterhaltsam)

Zunächst gab es am Droemer Knauer Stand ein Gespräch, was jedoch zu einem Monolog wurde, da der Moderator verschollen ist. Wie passend beim Thema von „Passagier 23“ 🙂 Dennoch war es eine spaßige halbe Stunde und keinesfalls identisch mit der vom Samstag.

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Am Mittag fand dann noch am Stand der HTWK Leipzig ein Gespräch statt. Besonders gelungen daran waren die originellen Fragen der beiden Studentinnen. So wissen wir jetzt, dass er Cola light mag und keine Cola lemon, dass man auch mal auf seinen Bauch hören soll, wenn man sich bei einer Sache auskennt oder dass er eher ein Langschläfer ist. Sehr amüsant fand ich auch, dass er eine bizarre Situation bei seiner Signierstunde am Samstag doch wohl mitbekommen hat, bei der es zu einer kleinen verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Wartenden kam. Wenn das mal kein Stoff für ein Buch ist 🙂 Schließlich haben es schon so einige Beobachtungen in seine Bücher geschafft.

Wer von euch hat denn vielleicht schon „Passagier 23“ gelesen? Darf ich mich auf ein spannendes Buch freuen?