Archiv der Kategorie: Heyne

Leipziger Buchmesse 2017

Kaum zu glauben, aber die diesjährige Buchmesse ist nun auch schon wieder Geschichte und endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Highlights hier zusammenzufassen. Ich hatte wieder das Glück mich an allen vier Tagen auf der Messe und in der Stadt rumtreiben zu dürfen. Es war mal wieder sehr schön (anstrengend) 🙂 .

Marina Heib liest aus „Drei Meter unter Null“

Los ging es am Donnerstag mit einem gemütlichen Gang durch die ersten Hallen dort haben wir uns mehr oder weniger treiben lassen. Hier und da mal eine Lesung oder ein Gespräch (davon gibt es auf der Messe mehr als genug). Richtig spannend wurde es bei der Lesung von Marina Heib aus ihrem Buch  „Drei Meter unter Null“ (Heyne Encore). Diese Veranstaltung haben wir spontan besucht, aber sie ist mir im Gedächtnis geblieben und das Buch ist auf meine Wunschliste gewandert. Es geht um eine ganz durchschnittliche Frau (ohne Namen), die beschließt ihrer eigentlichen Bestimmung nachzugehen, Mörderin zu sein. Die Autorin hat mich schon überzeugt, noch bevor sie aus dem Buch gelesen hat. Ich will unbedingt mehr über diese Frau wissen, die keinen Namen hat, obwohl er doch eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Der Textauszug hat mich total fasziniert. Die Eindrücke der Protagonistin werden derart sachlich beschrieben, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft, man kann die Kälte und Mordlust förmlich spüren.

Der Abend stand dann ganz im Zeichen der Ladies. Bei der Ladies Night im Chocolate haben Doris Knecht („Alles über Beziehungen“ aus dem Rowohlt Verlag), Verena Lugert („Die Irren mit dem Messer“ erschienen bei Droemer Knaur), Susann Pásztor („Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) und Steffi von Wolff („Später hat längst begonnen“ aus dem S. Fischer Verlag) gelesen. Vier Frauen, deren Bücher unterschiedlicher nicht hätten sein können. Es gab Komisches bei Steffi von Wolff, Bewegendes von Susann Pásztor und auch Sachliches zum Thema Kochen bei den „Irren mit dem Messer“ zu hören.

Doris Knecht (rechts) lauscht der Lesung von Susann Pásztor


Mein Highlight war hier allerdings Doris Knecht mit ihrem Roman „Alles über Beziehungen“ (Rowohlt). Die Hauptfigur Viktor ist ein Typ, bei dem man sich nicht entscheiden kann, ob er ein A…loch ist, ein bedauernswerter Loser oder von der Frauenwelt nur falsch verstanden ist. Viktor erzählt dem Leser von seinen verflossenen Liebschaften, Affären aber auch seiner Ehefrau, mit der er seit Jahrzehnten zusammen ist. Dabei geht so einiges schief, wofür Viktor natürlich nie etwas kann. Doris Knecht hat den Passagen auch noch mit ihrer herrlichen Wiener Schnauze den richtigen Ton verpasst. Auch wenn ich das Buch bisher nur von der Lesung kenne, würde ich es jedem empfehlen, der humorvolle und anspruchsvolle Frauenliteratur sucht. (Sorry, für Männer ist das wohl nix, denn die kommen einfach nicht gut weg 😉 )

Am Freitag hat es uns zu einer Lesung auf der Fantasy-Insel verschlagen. Markus Heitz hat aus seinem neuen Roman „Des Teufels Gebetbuch“ (Knaur) gelesen. Dabei geht es um eine Art teuflisches russisch Roulette mit Karten. Die Geschichte des Kartenspiels, gepaart mit einer Prise Horror und Thriller, spielt in dem Buch eine große Rolle. Mich hat die Lesung in jedem Fall neugierig gemacht. Was hat es mit der uralten geheimnisvollen Karte auf sich? Das alles klang spannend und mysteriös. Ich bin wohl eine der wenigen, die bisher noch keine Bücher von Markus Heitz gelesen hat. Dies wird sich aber bald ändern, denn er hat es geschafft mich mit seiner Begeisterung für das Thema Kartenspiel anzustecken. Ich bin gespannt. Das letzte Buch, das ich gelesen habe und  in dem es um teuflische Spielkarten ging, hat mir schließlich auch gefallen. (Es war Dancing Jaxx von Robin Jarvis)

Später hieß es wieder geduldig sein, denn wir wollten uns einen guten Platz bei einer Veranstaltung mit Sebastian Fitzek in der LVZ-Autorenarena sichern. Um bei diesem Vorhaben erfolgreich zu sein, sollte man viel Zeit mitbringen, also haben wir uns frühzeitig zum Stand begeben und uns auch noch die vorherigen Veranstaltungen angesehen. Eine davon war ein Gespräch mit Harald Martenstein zu seinem Buch „Im Kino“ (C. Bertelsmann). Darin erzählt der Autor, was er alles schon für Erfahrungen im Kinosaal als Filmkritiker gemacht hat. Einfach nur herrlich. Harald Martenstein hat eine wahre Gabe seine Umgebung zu beobachten und das Erlebte in Worte zu fassen. Dabei hat der Leser wahrhaftig das Gefühl mit ihm im Kinosaal zu sitzen. Ich bin unheimlich froh, dass ich an dieser unterhaltsamen Lesung teilhaben konnte. Ich werde ab sofort das Kino mit anderen Augen sehen und mir „Im Kino“ nochmal in voller Länge zu Gemüte ziehen.

Unsere Mühe hatte ich also gelohnt und wir konnten gute Plätze in der Arena ergattern, um den Worten von Sebastian Fitzek zu seinem neuen Thriller „AchtNacht“ (Droemer) zu lauschen. In seinem neuen Thriller geht es um ein gigantisches gesellschaftliches Experiment, das aus dem Ruder läuft. Denn für eine Nacht ist ein Mensch vogelfrei, dessen Name aus einer Art Todeslotterie gezogen wurde. Die Idee ist wieder einmal ganz anders und obwohl man sofort denkt: „So etwas kann es doch gar nicht geben“, hat mich die Ausgangssituation doch sofort gepackt. Mal sehen in welche psychologische Abgründe wir dieses Mal geführt werden. Ich werde mich auf jeden Fall auch auf dieses Experiment einlassen. „AchtNacht“ verspricht ein packender Thriller zu werden.

Am Abend ging es zu einer Lesung von Anne Freytag in die Südvorstadt. Sie hat aus ihrem neuen Roman „Den Mund voll ungesagter Dinge“ (Heyne fliegt) gelesen. Ich halte mich mal an den Wunsch der Autorin und werde nicht versuchen den Roman in ein Genre einzuordnen. Es geht um die 17jährige, die mit ihrem Vater ins weit entfernte München zieht und dort Fuß fassen muss. Dazu gehört für sie auch eine ganz neue Erfahrung: Sie verliebt sich in das Nachbarsmädchen. Gefühlschaos ist also vorprogrammiert. Ein guter Roman für junge (aber auch alte) Leser, der in keine Schublade passt und keine Klischees bedient. Die Sprache glänzt dabei durch Direktheit. Ich fühlte mich für die Zeit der Lesung gut unterhalten und werde mir den Namen Anne Freytag in jedem Fall merken.

Die nächste Lesung an diesem Abend war Takis Würger. Er hat aus seinem Roman „Der Club“ (Kein & Aber) gelesen. Die Atmosphäre, die im Roman vorherrscht, ist mir dabei viel mehr in Erinnerung geblieben, als die eigentliche Story. Es geht um einen Boxclub in Cambridge, in dem vor Jahren ein Verbrechen passiert ist. Hans bekommt Zugang zu dem Club, obwohl er aus einfachen Verhältnissen stammt und so überhaupt nicht in dieses elitäre Umfeld passt. Er soll auf Geheiß seiner Tante die Wahrheit herausfinden. Dennoch ist es kein klassischer Krimi, denn nicht die Auflösung des Falls steht im Vordergrund, sondern Hans‘ Entwicklung. Ich finde seinen Charakter unglaublich spannend. Gerne will ich mehr über ihn erfahren, denn er ist kein typischer Cambridgestudent. Er ist ein Held, der keiner sein will, der mehr reagiert als agiert. Ich bin wirklich gespannt, wie er sich schlägt und wie die Geschichte für ihn persönlich ausgeht.

Am Samstag haben wir uns mal vom Messetrubel ferngehalten und bei schönstem Frühlingswetter an einer Krimi-Stadtralley teilgenommen. Das war mal was anderes und hat  wirklich Spaß gemacht.

Sebastian Fitzek bildete auch den Schlusspunkt meines Messeprogramms. Am Sonntag erzählte er neben Geschichten rund um „AchtNacht“ auch noch eine nette Anekdote, wie es zu seinem Kinderbuch „Stinki und Pupsi“ kam 😉 Bei drei kleinen Kindern und vergessenem Vorlesebuch muss man sich als kreativer Autor eben schnell eine Geschichte ausdenken…

Es waren wieder einmal sehr schöne vier Tage. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr und werde hoffentlich die auch hier die Zeit finden, das eine oder andere Buch meiner angewachsenen Wunschliste vorzustellen.

Welche Frühjahrsneuheit hat es denn auf euren Wunschzettel oder gar schon ins Regal geschafft?

 

Rezension: „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ von Robin Sloan

„Die Sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ (Bildquelle: Heyne

“ ‚Ich wusste nicht, dass Leute in deinem Alter noch Bücher kaufen‘, sagt Penumbra. Er hebt eine Augenbraue. ‚Mein Eindruck war, dass sie alles auf ihrem Handy lesen.'“ (S.85)

Inhalt: Clay sucht einen Job, der ihm Geld bringt. Anspruchsvoll ist er auch nicht, daher kommt ihm die Stelle als Verkäufer der Nachtschicht in Penumbras Buchhandlung gerade recht. Diese Buchhandlung ist wirklich sonderbar. Sie ist nicht nur rund um die Uhr geöffnet, es wird auch ein ungewöhnliches Sortiment gepflegt. Eigenartige Kunden kommen und leihen lediglich Bücher aus. Clay kommt das alles sehr komisch vor. Aus Neugier und einer Portion Langeweile entsteht bei ihm das Verlagen, dem Geheimnis der Buchhandlung auf den Grund zu kommen. Seine Freunde aus dem Silicon Valley Kat, Neel und Mat lassen sich von der Faszination der Buchhandlung anstecken und machen sich gemeinsam mit Clay auf die Suche nach Antworten.

Leseeindruck: Ja ja, mal wieder ein Buch über Bücher 🙂 Bei diesem Thema werde ich immer wieder schwach. Ich habe schon eine Menge solcher Bücher gelesen und doch ist „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ in vielerlei Hinsicht neu für mich. Es steht nicht die bedingungslose Liebe zu Büchern im Mittelpunkt, sondern eine Gruppe von Leuten, die zu Penumbras Kunden zählt und die offensichtlich ein gemeinsames Geheimnis hüten. Genau wie Clay habe ich mir so meine Gedanken gemacht, worum es sich wohl handeln wird und alle paar Seiten hatte ich eine neue Idee, die ich umgehend für eine neue verworfen habe. Genau darin liegt für mich der Reiz des Buches. Sobald man glaubt, hinter das Geheimnis gekommen zu sein, wird ein neuer Fakt enthüllt und das Rätselraten geht von neuem los. Über einen fehlenden Spannungsbogen kann sich wirklich nicht beklagen. Die lockere Sprache trägt ebenso zum leichten Verständnis bei. Die Geschichte ist aus Clays Perspektive geschrieben, da er viel seinen verqueren Gedanken nachhängt, die sich auch oft um die Popkultur unserer Zeit drehen, bin ich sofort mit ihm warm geworden. Er mag Bücher und ist doch ein Kind seiner Zeit, also mit vielen technischen Dingen vertraut. Dieser Aspekt der Geschichte, bei dem neue technologische Möglichkeiten und das alte traditionelle gedruckte Buch miteinander verknüpft werden, hat mir besonders gefallen. (Vielleicht ist es ein Fingerzeig, dass beides nebeneinander existieren kann?). Ich muss aber auch zugeben, dass an der einen oder anderen Stelle sehr viel technische Details erläutert wurden, denen ich nicht immer ganz folgen konnte. Dafür fehlt mir persönlich einfach das Verständnis zu.
Leider gibt es für mich eine große Schwachstelle: Das Ende. Es tut mir wirklich leid, ich habe das Buch mit viel Freude bis zu den letzten Seiten gelesen, aber ich kann Clay nicht folgen. Weder ist mir klar, wie er zu seiner finalen Schlussfolgerung gelangt ist, noch was diese mir sagen soll. Ich bleibe ein wenig ratlos zurück. Nach all der Aufregung habe ich mir vielleicht einfach ein spektakuläres Ende vorgestellt. Ich nehme gern alle Schuld auf mich, was die Verständnisfrage angeht, aber leider hat das Ende massiv meinen Gesamteindruck gestört. (Ich nehme gern Erklärungen entgegen, vielleicht stehe ich auch nur auf dem Schlauch 🙂 )

Lieblingsnebencharakter: Die Charaktere haben mir alle gut gefallen. Sie sind witzig und sehr verschieden. Eine sehr bunte Truppe hat der Autor hier versammelt, es ist also für Abwechslung gesorgt. Ich denke, Neel macht das Rennen. Er hat so einige liebenswerte Macken und eine wirklich ungewöhnliche Geschäftsidee mit der er sein Geld verdient. Außerdem ist er stets an Clays Seite auch wenn der noch so eigenartige Vorschläge hat. (Überhaupt fällt mir auf, dass sich Clay glücklich schätzen kann so gute Freunde zu haben.)

Fazit: Bücher und moderne Technik schließen sich nicht aus. Ein wenig liest sich das Buch wie eine Detektivgeschichte mit einem Hauch von modernem Abenteuerroman. Ich habe Clay gern auf seiner Suche nach dem Geheimnis hinter Penumbras Buchhandlung begleitet, da ich leider auf den letzten Seiten den Anschluss verloren habe, muss ich Sterne abziehen. Für ein rundum gelungenes Lesevergnügen wurde ich mit dem Schluss zu sehr enttäuscht. Dafür wird man mit Clays Gedankengängen etwas entschädigt, der das Herz auf der Zunge trägt.

Bewertung:
4 Stars

Bibliographische Angaben:
Autor: Robin Sloan (Übersetzung: Ruth Keen)
Titel: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453418455
Ausgabe: Taschenbuch (9,99€)

Gemeinsam lesen: „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ von Robin Sloan

Schlunzenbuch

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ (Blessing Verlag  bzw. Heyne Verlag) von Robin Sloan. Ich bin auf Seite 106.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Die Regenbogenfarben auf dem Schild neben dem Bahnhof, das den Weg zum Google-Campus weist, sind unter der Sonne des Silicon Valley etwas verblasst.“ (S. 106)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich habe ein Faible für Bücher über Bücher oder Buchhandlungen. Es ist einfach toll in diese Welt der fiktiven Buchhandlungen abzutauchen, daher stand das Buch schon eine Weile auf meinem Wunschzettel. Es geht um eine skurrile kleine Buchhandlung in San Francisco, die rund um die Uhr offen hat. Noch dazu gibt es dort neben den üblichen Büchern auch „Ladenhüter“, die nicht verkauft werden, sondern an bestimmte Menschen ausgeliehen werden. Der neue und etwas verpeilte Mitarbeiter Clay versucht herauszufinden, was es mit den Ladenhütern auf sich hat.

Bisher gefällt mir dir Geschichte ganz gut, so richtig weiß ich aber noch nicht, auf was alles hinauslaufen soll, denn die Story hat auch einen großen technischen Aspekt, auch Google spielt eine Rolle. Ich bin mal gespannt wie die alten verstaubten Bücher und die moderne Googlewelt noch zusammen finden.

4. Lagen buchige Geschenke unter eurem Tannenbaum oder habt ihr euch vielleicht sogar selbst beschenkt?

Leider lag unter meinem Weihnachtsbaum kein Buch. Daran bin ich aber schon gewöhnt. Seit ich selbst in einer Buchhandlung arbeite, traut sich einfach keiner mir Bücher zu schenken, da ich so gut ausgestattet bin. Es ist also eher ein Luxusproblem 🙂

Ich selbst verschenke natürlich sehr gern Bücher, auch dieses Weihnachten. Eine liebe Freundin hat das Joshua-Profil von Sebastian Fitzek bekommen. Und auch Dark Canopy von Jennifer Benkau wurde verschenkt. Ich hoffe doch, dass beide gut angekommen sind.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher.

Ich bin natürlich auch neugierig, welche Bücher ihr gerade lest, also lasst gern einen Kommentar da!

Rezension: „Finderlohn“ von Stephen King

„Finderlohn“ von Stephen King (Bildquelle: Heyne)

„Seiner Meinung nach gab es drei Möglichkeiten, weshalb der verbliebene Täter seinen Koffer nie geholt hatte, und die waren alle gleichermaßen wahrscheinlich. […] Peter glaubte nicht, sich im Hinblick auf diesen Typ Sorgen machen zu müssen.“ (S. 140)

Inhalt: Peter findet in einem vergrabenen Koffer die nachgelassenen Werke des ermordeten Autors John Rothstein, ein wahrer Schatz. Derweil sitzt Morris Bellamy im Gefängnis und hofft mehrere Jahrzehnte auf seine Entlassung, damit er seinen Koffer wieder an sich nehmen kann. Es beginnt ein Kampf um den Koffer und dessen Inhalt, bei dem wir auch Bill Hodges, dem Ermittler aus Mr. Mercedes wieder begegnen.

Leseeindruck: Typisch Stephen King, von Beginn an war ich gespannt, was es mit dem Koffer auf sich hat. Die Lebensgeschichten von Peter und Morris sind raffiniert miteinander verwoben. Die Erzählperspektive wechselt dabei immer wieder zwischen den beiden. All das verleiht der Geschichte eine Menge Spannung, fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger. Mir fiel es phasenweise richtig schwer das Buch aus der Hand zu legen, da ich immer wissen wollte wie es mit Peter oder Morris weitergeht und dann folgte natürlich zunächst ein Kapitel des anderen Hauptcharakters. Man kommt natürlich nicht umhin Vergleiche zwischen beiden zu ziehen. Sie sind in einigen Situationen so verschieden, dass es schon unheimlich war, wie ähnlich sie sich doch in gewisser Weise sind. Die Entwicklung der Charaktere nimmt sehr viel Raum in der Geschichte ein. Ich hatte sofort einen Draht zu Peter und auf eine verquere Art und Weise auch zu Morris. So hat es auch viel Spaß gemacht die Lebenswege der beiden zu verfolgen. Darüber wäre mir fast nicht aufgefallen, dass die lieb gewonnenen Charaktere aus Mr. Mercedes erst nach etwa einem Drittel in die Handlung eingreifen. Aber auch da war es wieder: Das Gefühl, schön euch wiederzuhaben, Hodges, Holly und Jerome. Es ist ein wenig so, als wären sie nie weg gewesen. Auch die drei werden geschickt mit der neuen Handlung verwoben, so dass sich alles zu einem neuen großen Ganzen zusammenfügt.
Ich muss schon sagen: Ich hatte so meine Bedenken, als ich gemerkt habe, dass die Story zunächst so überhaupt nichts mit der Geschichte um den Mercedeskiller aus dem ersten Band zu tun hat. Jetzt kann ich sagen, meine Bedenken waren haltlos. Nicht nur das Team um Hodges findet seinen (sinnvollen) Platz in der neuen Geschichte auch die eine oder andere Randerscheinung auf dem ersten Band wird wieder aufgegriffen und spannt somit den Bogen zwischen den Geschichten. An erster Stelle steht natürlich das Attentat aus Mr. Mercedes, welches auch hier wieder thematisiert wird. Obwohl ich natürlich wusste wie das Massaker ausgeht, habe ich doch ganz erwartungsvoll weitergelesen, um noch mehr über den Verlauf zu erfahren.
Ein wenig verwundert war ich doch, welche Rolle Brady, der Mecedeskiller, in diesem Band spielt. Nach dem Ende von Band 1 wusste ich nicht so recht, wie es mit ihm weitergehen soll. Ich hatte mir schon die eine oder andere Theorie zurechtgelegt. Mit den tatsächlichen Ereignissen hätte ich aber keineswegs gerechnet. Ich bin auch noch unentschlossen wie ich das finden soll. Eines weiß ich aber definitiv: Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Lieblingsnebencharakter: Wie schön es doch war, Holly wieder in Aktion zu erleben. All ihre Neurosen bringen Spaß in die Geschichte, ohne albern zu sein. Sie ist ein wirklich netter Mensch, der für das Gute kämpft. Von ihrer Sorte müsste es noch mehr geben. Ohne sie wäre Hodges wirklich aufgeschmissen und ich glaube, er weiß das auch 🙂

Fazit:   Ein toller Lesespaß. Ich habe nichts zu meckern. Ein ungewöhnlicher zweiter Teil der so ganz anders als der erste Teil ist und trotzdem passen beide perfekt zusammen, da immer wieder geschickt Verbindungen zwischen beiden Geschichten geschlagen werden. Ich vergebe die volle Punktzahl, da mir der Erzählstil und die Geschichte um die vergrabenen Manuskripte sehr viel Spaß bereitet hat.

Bewertung:
5 Stars

Bibliographische Angaben:
Autor: Stephen King (Übersetzung Bernhard Kleinschmidt)
Titel: Finderlohn
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453270091
Ausgabe: Hardcover (22,99 €)

Reihenabfolge:
Band 1: Mr. Mercedes (Rezension)
Band 2: Finderlohn

Das Rezensionsexemplar wurde vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Ein Blick in die Buchzukunft mit viel Vorfreude

Es ist ja nicht so, dass ich nicht genügend ungelesene Bücher im Regal habe 🙂 An Nachschub mangelt es also nicht und doch schiele ich schon mit viel Vorfreude auf das eine oder andere Buch, das in den nächsten Monaten erscheinen wird. Am meisten fiebere ich auf diese zehn Bücher hin:

„Layers“ von Ursula Poznanski (Loewe)

Um was geht’s: In dem neuen Jugendbuch von Ursula Poznanski geht es um den Obdachlosen Dorian. Er wacht eines Morgens auf und weiß nicht genau, was um ihn herum passiert ist. Hat er etwas mit dem Mord an einem anderen Obdachlosen zu tun? Dorian liegt nicht viel daran, die Frage mit der Polizei zu klären, daher nimmt er das Angebot eines Unbekannten an. Dieser kümmert sich um obdachlose Jugendliche. Alles was Dorian dafür tun muss, ist besondere Werbegeschenke zu verteilen. Doch damit fangen die Probleme für Dorian erst richtig an.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… die Bücher von Ursula Poznanski mir bisher immer sehr gut gefallen haben. Spannung ist also garantiert 🙂

Das Buch erscheint im August 2015. Wer noch mehr wissen will hier gehts zur Homepage zum Buch.

„Eine Buchhandlung auf Reisen“ von Christopher Morley (Atlantik)

Um was geht’s: Hier haben wir die Vorgeschichte zum „Haus der vergessenen Bücher“. Roger Mifflin zieht als fahrender Buchhändler durch das Land, um die Menschen mit seinen Büchern zu beglücken.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… „Das Haus der vergessenen Bücher“ eines meiner Lieblingsbücher ist. Warum das so ist, könnt ihr in der Rezension zum Buch nachlesen. Ich liebe Bücher über Bücher und daher freut es mich unheimlich, dass Atlantik nun auch den zweiten Roman von Christopher Morley in einer so hübschen Ausgabe herausbringt. 🙂

Das Buch erscheint im August 2015.

„Fremd“ von Ursula Poznanski und Arno Strobel (Rowohlt)

Um was geht’s: Ein Mann steht vor dir und sagt, er sei dein Lebensgefährte und alles sieht danach aus, dass ihr zusammen wohnt. Aber alles was du spürst ist Angst. / Deine Frau erkennt dich nicht, noch schlimmer ist, sie hält dich für einen Vergewaltiger…

Ich freue mich auf dieses Buch weil… mir die Idee, dass Ursula Poznanski und Arno Strobel ein gemeinsames Buch schreiben, von Anfang an gefallen hat. Ich mag beide Autoren auch „solo“, daher wird das gemeinsame Projekt bestimmt auch toll werden. Zumal die beiden es wirklich verstehen die Vorfreude auf den Thriller hoch zu halten. Das könnt ihr auf der Homepage und dem Blog der beiden nachlesen.

Das Buch erscheint im Oktober 2015.

„Das Schloss der träumenden Bücher“ von Walter Moers (Knaus)

Um was geht’s: Das Abenteuer geht weiter für den Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz. Nach „Die Stadt der Träumenden Bücher“ und dem „Labyrinth der träumenden Bücher“ ist das der Abschluss der Buchhaimtrilogie. Ein weiterer fantastischer Zamonienroman. Nach einem wirklich fiesen Cliffhanger erfahren wir jetzt, was Hildegunst in dem Labyrinth erlebt. Mit Sicherheit warten wieder eine Menge buchige Abenteuer auf ihn.

Ich freue mich auf dieses Buch weil…  mir die Buchhaim-Reihe sehr gut gefallen hat. Zumindest der erste Band war von der ersten bis zur letzten Seite einzigartig. Nur leider war Band 2 so überhaupt nicht zufriedenstellend. Ich war wirklich enttäuscht und will einfach nicht, dass mir Buchhaim so in Erinnerung bleibt. Daher hoffe ich inständig, dass mit dem Abschluss der Trilogie sich wieder alles zum „guten“ wendet.

Das Buch erscheint im Oktober 2015

„Finderlohn“ von Stephen King (Heyne)

Um was geht’s: Wir erfahren, wie es mit Mr. Mercedes aus dem ersten Band weitergeht. Noch dazu kommt eine neue Story, bei der ein Autor einen verrückten Fan hat, von dem er ermordet wird. Bill Hogdes wird wieder ermitteln und auch die eine oder andere Figur aus „Mr Mercedes“ taucht wieder auf. Es verspricht wieder ein spannender Thriller zu werden.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… mir die Figuren aus dem ersten Teil so ans Herz gewachsen sind. Ich freue mich darauf zu erfahren, was sie in der Zwischenzeit so erlebt haben. Außerdem habe ich mit „Mr Mercedes“ Stephen King für mich entdeckt, es wird also mal wieder Zeit für mich, eines seiner Bücher zu lesen.

Das Buch erscheint im September 2015.

„Finstermoos – Bedenke das Ende“ von Janet Clark (Loewe)

Um was geht’s: Dies ist der vierte und letzte Teil der Jugendbuchreihe um das verschlafene Dörfchen Finstermoos. Band 1 „Aller Frevel Anfang“ war sehr spannend, wie sehr mich der Auftakt überzeugt habt, könnt ihr in der Rezension lesen. Die Geschichte um Basti, Luzie und Valentin findet ein Ende und wir werden auch erfahren, was es mit der Babyleiche auf sich hat.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… ich bisher nur Band 1 gelesen habe. Dieser endete mit einem so spannenden Cliffhanger, das will ich nicht nochmal erleben müssen 🙂 Daher habe ich mir vorgenommen zu warten bis alle Bände erschienen sind, damit ich alle am Stück lesen kann. So habe ich keine nervige Wartezeit .

Mehr zur ganzen Reihe könnt ihr auf der Homepage zum Buch nachlesen.

Das Buch erscheint im September 2015.

„Ein ganz neues Leben“ von Jojo Moyes (Wunderlich – Rowohlt)

Um was geht’s: Eines Vorweg, Jojo Moyes hatte nicht vor eine Fortsetzung zu „Ein ganzes halbes Jahr“ zu schreiben und doch ist sie jetzt da. Der Leser erfährt wie es mit Louisa weitergeht. Wie ist ihr Leben nach den Vorkommnissen mit Will verlaufen? Neben dem Wiedersehen mit Lou gibt es auch eines mit ihrer Familie und auch von den Trayons erfahren wir mehr.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… ich so neugierig auf diese Fortsetzung bin. Obwohl ich sehr skeptisch bin, denn „Ein ganzes halbes Jahr“ ist so unglaublich schön, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn die Story kaputt gemacht wird. Außerdem gefällt es mir nicht, dass dieses Buch als Hardcover erscheint. Schließlich sind alle anderen Bücher im Paperback erschienen und ich mag es nicht, wenn Bücher einer Reihe nicht zusammenpassen im Regal. (Das ist ein blöder Spleen, ich weiß.) Ich drücke die Daumen, dass der emotionale Charme des ersten Bandes erhalten bleibt und die Fortsetzung kein billiger Abklatsch wird. Ich wäre wirklich enttäuscht, wenn das so wäre. Und trotzdem kann ich es kaum erwarten Louisa wieder zu erleben. Ob sie noch ihre Ringelstrumpfhosen hat? 🙂

Das Buch erscheint im September 2015.

„Straße der Schatten“ von Jennifer Donnelly (Pendo – Piper)

Um was geht’s: 1890 New York. Josephine kommt aus gutem Hause und findet sich, nachdem sie alles verloren hat, in den finsteren Gegenden der Stadt wieder. Gemeinsam mit einem Journalisten ermittelt sie die wahren Todesumstände ihres Vaters, der angeblich Selbstmord begangen hat.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… mir die Rosentrilogie von Jennifer Donnelly sehr gut gefallen hat. Das Flair der Jahrhundertwende kam sehr gut rüber. Jetzt hoffe ich wieder auf tolle Unterhaltung in einem historischen Gewand.

Das Buch erscheint im November 2015.

„Die unsichtbare Bibliothek“ von Genevieve Cogmann (Bastei Lübbe)

Um was geht’s: In der unsichtbaren Bibliothek werden besondere Bücher aus allen Zeiten und Welten gesammelt. Eines Tages wir der Besitzer eines Buches im viktorianischen London ermordet. Und auch das Buch ist verschwunden. Jetzt beginnt die Jagd und ein spannendes Zeitreiseabenteuer.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… Zeitreisen gepaart mit Büchern und dem viktorianischen London vieles vereint wofür ich ein Faible habe. Außerdem ist es wieder ein Buch über Bücher 🙂 Mal wieder haben wir hier den Auftakt einer Reihe, daher hoffe ich auf eine komplexe Story.

Das Buch erscheint im Dezember 2015.

„Verschwörung“ von David Lagercrantz nach Stieg Larsson (Heyne)

Um was geht’s: Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist ermittelt wieder. Die Milleniumgeschichte geht weiter nach Stieg Larsson.

Ich freue mich auf dieses Buch weil… ich besonders den ersten Band der Reihe „Verblendung“ an einem Tag verschlungen habe. Ich freue mich einfach, dass es weitergeht. Ich bleibe allerdings skeptisch, denn wird die Story wirklich im Sinne von Stieg Larsson weitergeführt? Es ist ja bekannt, dass die Milleniumreihe aus 10 Bänden bestehen sollte. Und man muss schon sagen, dass der dritte Teil ein eher offenes Ende hat. Es wäre also wirklich schön, wenn es noch weitergeht. Jetzt hoffe ich einfach mal, dass ich Story nur ansatzweise an die genialen  Vorgängerthriller anknüpfen kann. 

Das Buch erscheint im August 2015.

Kaum bin ich fertig, fällt mir auf, dass die meisten oben genannten Bücher Fortsetzungen sind. Damit haben die Geschichten genau das gemacht, was sie machen sollten, meine Neugier auf die Fortsetzung geweckt 🙂

Vielleicht habe ich bei euch ein wenig Neugier geweckt auf das eine oder andere Buch. Oder habt ihr noch andere Bücher, die hier nicht erwähnt wurden und bei euch ganz weit oben auf der Vorfreudeliste stehen.

Die Bildrechte für die Coverabbildungen liegen bei den jeweiligen Verlagen.

Rezension: „Mr. Mercedes“ von Stephen King

„Mr. Mercedes“ von Stephen King (Bildquelle: Heyne)

„Den meisten Menschen montiert man als kleinen Kindern Stiefel aus Blei, und die müssen sie ihr Leben lang tragen. Diese Bleistiefel nennt man DAS GEWISSEN. Ich habe keines, deshalb kann ich mich hoch über die Köpfe der Gewöhnlichen Masse erheben.“ – Mr. Mercedes (S. 37)

Inhalt: Ein Mercedes-Fahrer rast an einem nebligen Morgen in eine wartende Menschenmenge und richtet ein Massaker an. Der zuständige Erimittler Hodges ist mittlerweile im Ruhestand und bekommt vom Mercedes-Killer eine Nachricht, in der er eine noch viel grausamere Tat ankündigt. Jetzt liegt es an Hodges und seinen Weggefährten alle Kräfte zu bündeln und Mr. Mercedes zu stoppen.

Leseeindruck: Mir hat es wirklich Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Dabei liegt die Spannung nicht darin, die Identität des Mercedes-Killers zu lüften, sondern den kranken Geist des Killers zu ergründen. Was bringt jemanden dazu, so eine grausame Tat zu planen und auszuführen? Dabei stürzt er die eigentliche Mercedes-Besitzerin und deren Familie in großes Unglück. Die einzelnen Kapitel stellen dabei entweder den Killer, oder den Ermittler Hodges in den Mittelpunkt. Der Leser erhält so einen umfassenden Blick auf das Geschehen. Man weiß immer ein wenig mehr als Hodges, ist aber auch Mr. Mercedes immer einen Schritt voraus. Trotzdem wird man an vielen Stellen überrascht, denn die Verrücktheiten des Mercedes-Killers kann man nur schwer voraus sehen. Mehr als einmal dachte ich mir: „Das kann doch jetzt nicht wahr sein.“ Trotz aller Ernsthaftigkeit und Tragik gibt es aber auch einie Menge komischer Momente, besonders wenn Hodges Nachbarjunge Jerome mit von der Partie ist.
Insgesamt treffen eine Menge verschiedener Charaktere aufeinander, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zueinander passen, aber durch die Jagd nach Mr. Mercedes ein gemeinsames Ziel haben und gemeinsam sehr unterhaltsam sind.

Lieblingenebencharakter: Holly, die Nichte der Mercedes-Besitzerin, ist eine einzigartige Person. Sie hat psychische Probleme und doch wird sie von vielen unterschätzt. Genau das mochte ich an ihr. Ihr wahres Ich kommt erst auf den zweiten Blick zum Vorschein. Es war schön ihre Entwickling mitzuverfolgen, denn von allen Charakteren macht sie die größte Veränderung durch.

Fazit: Mr. Mercedes war mein erster Stephen-King-Roman und daher hatte ich schon recht hohe Erwartungen. Ich muss schon sagen, dass er es wirklich drauf hat. Man will immer noch eine Seite lesen und dann noch eine und auch danach kann man das Buch noch nicht weglegen, weil man weiterlesen will. Der Funke zwischen den Charakteren und mir ist sehr schnell übergesprungen. Manchmal vielleicht auch zu schnell, wenn man sich von den liebgewonnenen Figuren wieder verabschieden muss 🙁 Insgesamt muss ich doch einen Punkt abziehen, denn schließlich brauche ich noch Luft nach oben (jetzt wo ich weiß, dass dies der Auftrakt einer Trilogie ist) 🙂 und eine kleine Strafe muss sein, wenn der letzte Satz eines Buches einen sprachlos, neugierig und überrascht zurück lässt.

Bewertung:
4 Stars

Bibliographische Angaben:
Titel: Mr. Mercedes
Autor: Stephen King (Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt)
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453269415
Ausgabe: Hardcover (22,99€)

Gemeinsam Lesen #82

Gemeinsam Lesen 2

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Mr. Mercedes“ von Stephen King  aus dem Heyne Verlag. Ich bin noch recht am Anfang auf Seite 25.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Hodges kommt mit einer Dose Bier aus der Küche, pflanzt sich auf den Fernsehsessel und stellt die Dose auf das Tischchen zu seiner Linken neben die Waffe.“ (S. 94)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ja, dies ist tatsächlich mein erster Stephen King Roman. Ich werde ja schon seit geraumer Zeit von einigen Freunden darauf hingewiesen, dass ich echt was verpasse, wenn ich keinen King-Roman lese. Also dachte ich mir, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, das zu ändern. Bis jetzt habe ich ja nur das erste Kapitel gelesen und bin trotzdem schon überzeugt von der Geschichte. Sie ist spannend, man kommt gut rein und die Charaktere sind toll gezeichnet. (Schade, dass man sich so schnell schon von einigen verabschieden muss.) 

4. Aus aktuellem Anlass: Wart ihr auf der Buchmesse in Frankfurt? Hat es euch gefallen? Ist das etwas, das euch anzieht oder ist euch das zuviel Trubel um Bücher, Autoren und Verlage?

Ja, ich war Samstag und Sonntag auf der Messe. Wie erwartet war es sehr voll, aber wie immer auf einer Buchmesse auch sehr schön. Man kann neue Bücher entdecken, sieht mal den einen oder anderen Autor über die Messe schlendern. Besonders mag ich aber Lesungen, denn das restliche Jahr hat man nur selten die Möglichkeit zu Lesungen zu gehen. Daher freue ich mich jetzt schon auf „Leipzig liest“ im Frühjahr 🙂 Wer mehr über meine Messeeindrücke erfahren will, der findet hier den Blogeintrag. In den nächsten Tagen wirds auch noch mehr geben.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei