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Gemeinsam lesen: „Als die Träume noch uns gehörten“ von Marian Izaguirre

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese „Als die Träume noch uns gehörten“ (Fischer) von Marian Izaguirre und bin auf Seite 52.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Madrid, Oktober 1951
Ich bin froh und beschwingt.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht, denn es geht um eine „fast vergessene Buchhandlung in der Altstadt von Madrid“. Da musste ich die Geschichte einfach lesen, denn ich liebe Bücher, die in und um Buchhandlungen herum spielen.
Bisher gefällt mir die Geschichte sehr gut, auch wenn ich natürlich noch nicht so recht weiß worauf alles hinausläuft. Eine Engländerin streift durch die Straßen von Madrid und entdeckt dabei eine kleine Buchhandlung, in der ein eigenartiges Buch ausgestellt ist. Dieses Buch ist nun auch Teil der Geschichte, denn es gibt einen Wechsel zwischen der Geschichte der 1950er Jahre in Madrid und der Handlung des ausgestellten Buches. Darin geht es um die kleine Rosa. Sie lebt in der Normandie und kennt ihr leiblichen Eltern bisher nicht. Es ist also alles noch sehr verworren. Wahrscheinlich werden beide Ebenen innerhalb der Geschichte miteinander verwoben. Diese Idee gefällt mir sehr, denn ich mag Geschichten, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Mal sehen, wie sich alles noch entwickeln wird. Es ist ein richtiger Schmöker mit vielen Geheimnissen, die aufgedeckt werden wollen und einer mit Problemen belasteten Vergangenheit.

4. Liest du lieber alleine oder in Gesellschaft?

Ich lese lieber alleine. Außer vielleicht im Urlaub, wenn alle anderen auch faulenzen, dann lese ich auch mal in Gesellschaft. Die meiste Zeit lese ich aber für mich, gemütlich auf dem Sofa.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher.

Lasst mir gern einen Kommentar da, was ihr gerade so lest.

Neue Mitbewohner im Regal

Bei mir sind in letzter Zeit so einige Bücher eingezogen, ein paar davon möchte ich heute vorstellen.

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Meine neuen Mitbewohner

„Albert und der Baum“ von Jenni Desmond (Magellan):
Ein niedliches Kinderbuch um einen Bären, der sich um seinen Lieblingsbaum im Wald kümmert. Bezaubernde Illustrationen bringen auch „großen“ Lesern Spaß.

„Als die Träume noch uns gehörten“ von Marian Izaguirre (Fischer):
Tja, was soll ich sagen: Es geht um eine Buchhandlung in Madrid und ein rätselhaftes Buch. Eine Ausgangssituation, die ganz nach meinem Geschmack ist. Ich bin schon gespannt, was auf mich zu kommt.

„Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser (List):
Dank Vorablesen durfte auch dieses Buch schon bei mir einziehen, das im August 2016 erscheinen wird. Ein Roman, der im Jahr 1952 spielt. Rosa Silbermann und Sophie Reisacher sind zwei völlig verschiedene Frauen. Beide kämpfen mit ihrer Vergangenheit und stehen sich nun in einem Hotel im Schwarzwald gegenüber, in dem Konrad Adenauer zu Besuch ist.

„Nicolas Calva – Das magische Amulett“ von Jenifer A. Nielsen (Beltz & Gelberg):
Ein fantastisches historisches Kinderbuch. Nic ist Sklave in einem römischen Bergwerk. Dort stößt er auf den Schatz Caesars mitsamt einem magischen Amulett. Er ist ein cleverer frecher Kerl und so warten nun eine Menge Probleme auf ihn, denn auch andere mächtige Personen im römischen Reich haben es auf das Amulett abgesehen. Ein tolles Buch, gerade für Jungs und Mädels, die Abenteuer mögen. Noch dazu lernen die kleinen Leser auch etwas über die antike römische Gesellschaft.

„Die Birken wissen’s noch“ von Lars Mytting (Insel):
Eine Familiengeschichte, die von Norwegen bis nach Frankreich und von der Gegenwart zurück zum Ersten Weltkrieg reicht. Eine Menge Geheimnisse rund um die Brüder Hirifjell warten darauf entschlüsselt zu werden. Das alles geschieht umgeben von einer tollen Natur und Landschaft. Im Moment sitze ich an der Rezension, denn ich habe das Buch bereits gelesen.

Rezension: „Seiten der Welt – Nachtland“ von Kai Meyer

„Seiten der Welt – Nachtland“ von Kai Meyer (Bildquelle: Fischer FJB)

„‚Das meine ich nicht, und das weißt du auch. […] Wir haben gewusst, gegen wen wir kämpfen und welche Ziele die Akademie verfolgt. Heute wisse wir überhaupt nichts mehr. Alles ist nur noch ein schreckliches … ich weiß nicht, Durcheinander.'“ (S. 373)

Inhalt: Der Widerstand gegen die Adamistische Akademie formiert sich neu, nachdem eine ganze Reihe Exlibri Zuflucht in der Residenz von Furias Familie gefunden haben. Furia und ihre Freunde Finnian und Cat versuchen die Akademie zu schwächen, um allen Bewohnern der bibliomantischen Refugien ein friedliches Leben zu ermöglichen. Neben vielen alten Bekannten bekommt es Furia nun aber auch noch mit den Mitgliedern der Drei Häuser zu tun. Und in den Nachtrefugien steigt eine Macht empor, die alles zu verschlingen bedroht. Eine Menge Spannung ist also garantiert.

Leseeindruck: Die Story legt ein ziemliches Tempo vor. Kaum hat die Geschichte angefangen, ist man auch schon wieder mitten drin und hat kaum Zeit, sich an den ersten Band zu erinnern. Trotzdem kommt man gut rein in die Story, da an der einen oder anderen Stelle die vergangen Ereignisse nochmal mit dem Hier und Jetzt in Verbindung gebracht werden. Trotzdem muss man gerade im ersten Drittel sehr aufmerksam lesen, um den Faden nicht zu verlieren, da die Beweggründe der einzelnen Figuren recht komplex sind. Noch dazu kommen eine Menge neuer Figuren hinzu, die man zunächst einordnen muss. Wer sich von der vielschichtigen Story nicht abschrecken lässt, der wird spätestens nach der Hälfte auf seine Kosten kommen.
Viele alte Bekannte tauchen auf, mit denen man mitfiebert und eine Menge abenteuerliche Dinge erlebt. Noch dazu spielt nun auch die Vergangenheit der einzelnen Figuren eine größere Rolle. Dennoch hätte ich mir eine größere Charakterentwicklung gewünscht. Im Vergleich zum ersten Band sind hier kaum Unterschiede zu erkennen. Vielleicht liegt das auch am hohen Tempo, mit dem die Geschichte vorangetrieben wird. An der einen oder anderen Stelle hätte ich als Leser auch mal eine Verschnaufpause gebraucht, um mit den neuen Gegebenheiten klarzukommen. Gerade Isis Gemütszustand könnte mehr Raum einnehmen, da sie eine Menge aufs Spiel setzt, um sich für den Widerstand einzusetzen.
Die Vielzahl der Charaktere findet sich auch an den unterschiedlichsten Orten wieder. Durch die Sprünge, die Bibliomanten wie Furia mit Hilfe von Büchern machen können, reisen die Figuren um die ganze Welt. Das macht die Geschichte sehr abwechslungsreich und doch hatte ich am meisten Freude, sobald die Handlung in der Residenz gespielt hat.
Die Residenz strahlt eine gewisse Sicherheit aus, ich konnte also auch als Leser den Familiensitz der Rosenkreuz als Zuflucht nutzen :-) Das Zusammenleben der Exlibri bietet eine Menge Abwechslung und ich hätte gern noch mehr darüber erfahren. Immerhin Pip, der kleinere Bruder Furias, bleibt uns erhalten. Er ist ein liebenswürdiger kleiner Kerl, der einen ziemlich guten Draht zu den Exlibri hat. Schade nur, dass die Leselampe und der Lesesessel so selten in Erscheinung treten. Ich könnte ihnen bei ihren Streiterein ewig zuhören. Dafür sorgt Furias Seelenbuch, ein Schnabelbuch, für viele bissige Kommentare.
Es gibt so viele tolle bibliomantische Erscheinungen, da finde ich die Lösung des Hauptkonflikts doch unpassend, aber lest selbst. Zumindest ist sie schlüssig und mach definitiv Lust auf den dritten Teil. Denn man merkte diesem Band schon an, dass er einen Übergang zum Finale herstellen soll. Es bleiben eine Menge offener Fragen, auf deren Antwort wir wohl noch eine Weile warten müssen.

Lieblingsnebencharakter: Patience, der Exlibri aus dem „Nackenbeißer“-Roman, ist so ein durch und durch guter Kerl, man kann ihn einfach nur gern haben. Er ist eine Art Aufpasser besonders für Pip und nimmt seine Rolle sehr ernst. Sein Schicksal hat mich wirklich berührt, denn an ihm merkt man erstmal, was es heißt aus seiner Geschichte zu fallen. Er meistert die neue Rolle mit Hilfe seiner neuen Freunde sehr gut. Kurz und gut, er hat das Herz einfach am richtigen Fleck. Ich hoffe, wir begegnen ihm im nächsten Buch wieder.

Fazit: Mir gefällt die Idee der Geschichte. Das gedruckte Buch mit all seiner Ausstrahlung steht im Mittelpunkt. Mit Hilfe von Büchern können Bibliomanten fantastische Dinge erreichen und haben eine tolle Welt erschaffen, die nun bedroht ist. Die Geschichte ist wirklich einfallsreich und spannend mit vielen skurrilen, liebenswerten aber auch hinterhältigen Charakteren. Ich hätte mir mehr Charakterentwicklung gewünscht und dafür vielleicht den einen oder anderen neuen Charakter weniger, denn an einigen Stellen war es wirklich schwierig den Überblick zu behalten. Gerade im ersten Drittel der Geschichte gibt es einige schleppende Passagen, da der Leser auf dem Laufenden gehalten werden muss, um dann wieder durch die Story zu rasen. Dieser Wechsel hat mich ein wenig gestört. Manchmal hatte ich das Gefühl es soll zu viel Information in eine Szene gepackt werden.
Insgesamt vergebe ich gute 3 von 5 Sternen, da man der Story anmerkt, einen Bogen zum Finale zu schlagen, bleiben viele Fragen offen. Wer den ersten Band mochte, der wird einiges Neues über die bibliomantische Welt und die Adamistische Akademie lernen und viele alte Bekannte wieder treffen. Man sollte sich aber auch darauf einstellen, neue Charaktere ins Herz zu schließen.

Bewertung:
3 out of 5 stars

Bibliographische Angaben:
Titel: Seiten der Welt – Nachtland (Seiten der Welt – Band 2)
Autor: Kai Meyer
Verlag: Fischer Verlage (Fischer FJB)
ISBN: 9783841421661
Ausgabe: Hardcover (19,99€)

Reihenabfolge:
Band 1: Seiten der Welt (Rezension)
Band 2: Seiten der Welt – Nachtland

 

 

 

Gemeinsam Lesen: „Seiten der Welt – Nachtland“

gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Seiten der Welt – Nachtland“ von Kai Meyer aus dem Fischer Verlag. Ich bin auf Seite 135.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Sie täuschen sich in Isis.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Nachtland ist der zweite Teil der „Seiten der Welt“-Trilogie. Band 1 hat mir schon unwahrscheinlich gut gefallen (hier findet ihr meine Rezension dazu), denn es ist eine tolle Mischung aus Abenteuer, Fantasy und noch dazu ein Buch über Bücher.
Zwischen beiden Büchern liegen nur ein paar Monate und die Handlung geht auch schon wieder rasant los. Bisher gab es auch schon ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. (Allerdings warte ich auch noch auf einige). Die Welt voller Bibliomantik, Exlibris und allen anderen fantastischen Dingen gefällt mir wirklich gut. Ich freue mich, jetzt mehr über die Drei Häuser und die Adamistische Akademie zu erfahren.

4. Wie macht ihr es wenn ihr 10 Bücher habt, und euch einfach nicht entscheiden könnt, was euer nächstes Buch wird?

Oh, leider kann ich mich sehr oft nicht entscheiden, was ich als nächstes lesen will, daher lese ich häufig mehrere Dinge parallel. (Ein Buch für die Pause, eines auf dem Nachttisch, usw.) Grundsätzlich ist es aber eine Bauchentscheidung, denn manchmal will ich sofort wieder etwas ähnliches Lesen und ein anderes Mal, suche ich Abwechslung. Es ist also wirklich schwierig diese Frage zu beantworten.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher.

Rezension: „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ von Lilly Lindner

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ von Lilly Lindner (Bildquelle: Fischer Verlage)

„[…] Hauptsache, ich kann bei dir sein. Weil wir doch Schwestern sind […]. Nicht auf Schritt und Tritt und auch nicht in jedem Moment im Leben. Aber wenn es darauf ankommt. Und wenn es hügelig wird. Oder kalt und dunkel.“ (S.84/85)

Inhalt: Phoebe und April sind nicht nur Schwestern, sie sind fast schon beste Freundinnen oder Seelenverwandte. April ist krank, sie hat Magersucht. Ihre kleine Schwester Phoebe versteht die Welt nicht mehr und macht sich auf die Dinge so ihren eigenen Reim. Alles hält sie in Briefen an April fest, denn ihre besondere Sprache ist für sie der einzige Weg ihre Gefühle und Gedanken jemandem mitzuteilen. Phoebe ist eine kleine Kämpferin, die nicht nur ihre Schwester unglaublich vermisst, sondern auch noch alleine mit ihren Eltern klarkommen muss, die nichts mit ihren vielen Worten anfangen können.

Leseeindruck: Die Worte, die April und Phoebe füreinander finden sind schon besonders. Gerade die kleine Phoebe kann unheimlich gut mit Worten umgehen und lässt so ihre Eltern auch recht oft sprachlos zurück. Aber ich muss schon sagen, dass ich mich erst auf diesen Erzählstil einlassen musste. Die Briefe von April sind einseitig, da Phoebe (aus verschiedenen Gründen) nicht antworten kann. Wir erleben das Schicksal der großen Schwester also auf Phoebes Sicht. Das hat schon manchmal eigenwillige Züge, denn die kleine ist aufgeweckt und wahnsinnig clever für ihre 10 Jahre. Mir fiel es an der einen oder anderen Stelle selbst schwer zu glauben, dass so ein kleines Ding so vernünftige Schlussfolgerungen ziehen kann. Und trotzdem ist der Stil durchaus glaubwürdig, denn Phoebe sieht alles mit ihren ehrlichen Kinderaugen, hinterfragt alles und jeden und nimmt dabei jeden (besonders ihre Schwester) so wie er ist. Außerdem ist ihr Stil geprägt durch eine Menge einfacher Hauptsätze, die meist auch eher kurz sind. Und doch packt sie so viel Bedeutung in ihre Sätze. Wirklich toll. Sprachlich muss man vor der Autorin den Hut ziehen. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich die Geschichte lange Zeit habe ruhen lassen (so ca. nach 100 Seiten), da mir zu wenig passiert ist. Ich hatte mir wahrscheinlich etwas anderes vom Buch erwartet. Vielleicht eine vom Schicksal gebeutetelte Familie wie in „Beim Leben meiner Schwester“ oder so etwas. Diese Familie ist aber zumindest bis zu einem gewissen Punkt selbst für alles verantwortlich. Diese oft auch unschöne Wahrheit hatte mir wohl nicht gefallen, weshalb ich das Buch bei Seite gelegt habe. Der zweite Anlauf hat mich allerdings eines besseren belehrt: Die Geschichte macht wirklich Spaß, denn in Phoebes Briefen gibt es so viel zu entdecken: Wortneuschöpfungen wie zum Beispiel der „Wörterverrater“ (S. 175) – aber findet ruhig selbst heraus, was das ist – kluge Erklärungen und so viel Liebe für die Schwester. Das restliche Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen.  Gemeinsam mit April und Phoebe habe ich eine Menge Höhen und Tiefen erlebt, außerdem erfährt man nach und nach mehr über die gemeinsame Vergangenheit und das Familienleben. Ich muss schon sagen, da bleibt ein Kopfschütteln nicht aus, so hilflos (aber auch verständnislos) wie Aprils Eltern der Krankheit ihrer Tochter gegenüber stehen. Eines hat mich aber doch gestört, auch wenn es nur eine Kleinigkeit sein mag. Die Geschichte spielt in Berlin und es tauchen so viele englische Vornamen auf. Ok, April und Phoebe, diese Namen werden für mich ganz plausibel erklärt, aber dann gibt es noch Jerry, Devon, Hazel, Betsy, River. Ich weiß, so etwas ist künstlerische Freiheit
aber aus irgendeinem Grund habe ich mich wirklich daran gestört, weil es für mich nicht ins Gesamtbild passen wollte.

Lieblingsnebencharakter: Jerry, der Vater von Phoebes Freundin Hazel. Er kann mit der Wortgewalt der beiden Schwestern umgehen und versucht beide aufzufangen und ihnen das Schicksal erträglicher zu machen. Er hat etwas sehr wertvolles getan, ohne viel Worte darüber zu verlieren.

Fazit: Ein sehr berührender Briefroman. Es hat mich zwar zwei Anläufe gebraucht ihn zu lesen, aber ich bin ja so froh, dass ich ihn nochmal zur Hand genommen habe. Sonst wäre mir wirklich etwas entgangen. Ich habe nach einiger Zeit auch aufgehört mir schöne Textstellen zu markieren, denn man kann das Buch auf einer beliebigen Seite aufschlagen und wird ein wunderschönes Zitat finden. Dieses Buch sollte man nicht nur einmal lesen, denn darin kann man jedes Mal etwas lehrreiches entdecken. Für mich ist es kein klassisches Jugendbuch. Wer mit der Verwendung von Sprache etwas anfangen kann, der wird die Briefe mit viel Vergnügen lesen. Ich vergebe 4/5 Punkten, da sich mir das Buch erst beim zweiten Mal offenbart hat. Würde ich nur meinen zweiten Anlauf bewerten, würde ich ohne zu zögern die volle Punktzahl vergeben. Also lest selbst :-)

Bewertung:
4 out of 5 stars

Bibliographische Angaben
Titel: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Autorin: Lilly Lindner
Verlag: Fischer Verlage
ISBN: 9783733500931
Ausgabe: Taschenbuch (9,99 €)

Rezension: „Mein Herz und andere schwarze Löcher“ von Jasmine Warga

„Mein Herz und andere schwarze Löcher“ von Jasmine Warga (Bildquelle: Fischer Verlage)

„Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und sehe ihn an. Er lächelt mir vorsichtig zu, und in dem Moment bin ich mir ziemlich sicher, dass ich meinen Selbstmordpartner gefunden habe.“ (S. 72)

Inhalt: Aysel ist ein unglücklicher Teenager, der von Depressionen geplagt wird. Sie will nicht mehr leben und sucht im Internet nach einem Selbstmordpartner. In Roman wird sie fündig, denn auch er sieht nach einem tragischen Vorfall in seiner Familie keinen anderen Ausweg mehr. Also beginnt der Weg der beiden 26 Tage vor ihrem geplanten Ende. Wohin wird der Weg führen, in den Tod oder zurück ins Leben?

Leseeindruck: Die Geschichte wird aus Aysels Sicht erzählt. Schnell merkt man, dass sie eine gebrochene Seele hat. Nur das „Warum?“ bleibt lange unklar. Man kann nur erahnen, woher ihre Depressionen kommen. Allerdings bekommt man einen intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt. Es hat mich zum Teil schon sehr stark mitgenommen, wie schlecht es Aysel geht. Sie ist ein so cleveres Mädel, die es verdient hat zu lachen und ihr Leben zu genießen. In Roman findet sie einen wahren Gefährten. Die Szenen in denen die beiden etwas gemeinsam unternehmen haben mir am besten gefallen, denn die Chemie stimmt einfach und das merkt man als Leser sofort.
Für die Sprache und den Erzählstil gibt es einen Pluspunkt von mir, denn es ist schon sehr besonders wie Aysel alles (ob Tod oder Liebe) mit physikalischen Vorgängen vergleicht. Ich selbst kann nicht so viel mit Physik anfangen, habe Aysels Ausführungen aber immer gern gelauscht und auf diese Weise sehr schnell einen Zugang zu Aysel gefunden.

Eine Sache gibt es aber doch, die mich etwas gestört hat beim Lesen: Die Gespräche zwischen Aysel und Roman sind zwar sehr intensiv und schön zu verfolgen, jedoch kamen bei mir immer wieder Zweifel, ob zwei Teenager wirklich solche Gespräche führen würden. Ich fühlte mich ein wenig an die Dialoge in Dawson’s Creek erinnert, die ich auch schon immer etwas befremdlich fand. Deshalb ein Punkt Abzug. Ich bin mir sicher die Story würde auch mit ein wenig älteren Charakteren funktionieren, zu denen die Gespräche dann besser passen würden.

Lieblingsnebencharakter: Romans Mutter hat mir gut gefallen. Sie versucht immer das Richtige zu tun, um Roman zu beschützen ohne ihn zu erdrücken. Sie wird einzig und allein von ihrer Liebe zu ihm getrieben.

Fazit: Eine tiefgründige Geschichte über den Sinn des Lebens, Schuld und Liebe. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und ist nicht nur mal für zwischendurch. Das Thema Depression wird in eine aufwühlende Story verpackt und wartet mit einem überraschenden Ende auf. Das gelungene Romandeüt bekommt von mir 4/5 Sterne.

Bewertung:
4 out of 5 stars

Bibliographische Angaben:
Titel: „Mein Herz und andere schwarze Löcher“
Autorin: Jasmine Warga (Übersetzung: Adelheid Zöfel)
Verlag: Fischer Verlage (Sauerländer)
ISBN: 9783737351416
Ausgabe: Hardcover (16,99 €)

Gemeinsam Lesen: Mein Herz und andere schwarze Löcher

gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese im Moment „Mein Herz und andere schwarze Löcher“ von Jasmine Warga (Fischer Verlage), auf Seite 98.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Unter FrozenRobot.“ (Toller Satz oder? :-) )

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Mir gefällt das Buch bisher sehr gut. Es geht um zwei Jugendliche, die sich durch ein Selbstmordforum kennenlernen und nun gemeinsam planen, wie sie aus dem Leben gehen wollen. Es düsteres Thema, wie ich finde und doch habe ich Spaß beim Lesen. Aysel und Roman sind zwei intelligente Jugendliche, die eine schwere Zeit hinter sich haben, oder auch noch mittendrin stecken. Bisher bin ich noch nicht ganz dahinter gestiegen, weshalb beide einen so endgültigen Ausweg für sich wollen. Genau diese Wissenslücke treibt mich aber beim Lesen an. Ich will unbedingt wissen, was die beiden schon durchgemacht haben. Ausserdem hoffe ich, dass sie sich doch noch für einen anderen Lebensweg entscheiden werden. Nach meinem Geschmack ist es auch, dass es nicht nach kitschiger Liebesgeschichte aussieht.

4. Wie steht ihr zu Seiten in denen Blogger Rezensionsexemplare anfragen können? Seid ihr selber auf solchen Seiten angemeldet? (bloggdeinbuch, das bloggerportal von Randomhouse, etc.)

Ich finde jeder muss selbst entscheiden, ob er sich bei solchen Portalen anmeldet. Ich selbst bin bei Randomhouse angemeldet, habe dort aber noch nix bestellt. Ansonsten nutze ich regelmäßig vorablesen und Lovelybooks, um das eine oder andere Rezensionsexemplar zu bekommen. („Mein Herz und andere schwarze Löcher“ habe ich im Rahmen der Fischer-Lesechallenge bei Lovelybooks bekommen.) Diese beiden sind ja aber nicht nur für Blogger. Für mich gehört es aber zum Guten Ton, dass ich ein Buch auch rezensiere, wenn ich es als Rezensionsexemplar bekomme. Daher versuche ich schon meine Bewerbungen bei den beiden Seiten im Rahmen zu halten, damit ich mit dem Lesen auch nach komme. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn man auch das eine oder andere Buch kostenlos bekommt, weil der Verlag von den Bloggern ja auch eine Leistung (in Form von Rezension und Werbung) erhält. Allerdings sollte ein Blog nicht nur aus kostenlosen Exemplaren bestehen. Sonst wäre ein Blog ein Selbstzweck.

Ich selbst gebe noch genügend Geld für Bücher im Monat aus, so dass ich mir kein schlechtes Gewissen machen muss :-) Der Bücherkaufrausch bricht bei mir regelmäßig aus.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher.

Gemeinsam Lesen: „Was fehlt, wenn ich verschwunden in“

Gemeinsam Lesen 2

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ von Lilly Lindner aus dem Fischer Verlag. Ich bin auf Seite 19.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Vielleicht freust du dich ja darüber.“ (S.19) Mein Satz hat heute leider nur wenig Aussagekraft, aber seis drum :-)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe das Buch durch vorablesen bekommen und mich sehr gefreut, dass die Losfee auf meiner Seite war :-) Es geht um zwei Schwestern, von denen die ältere April an Magersucht leidet und daher in einer Klinik unterbracht ist. Phoebe, die jüngere Schwester versucht nun mit der Situation klar zu kommen, dass ihre Schwester nicht mehr da ist. Warum das so ist, kann sie nur schwer begreifen und beginnt daher ihrer Schwester Briefe zu schreiben.

Die Geschichte der beiden berührt wirklich sehr, denn beide leiden sehr, obwohl „nur“ eine Schwester krank ist. Es ist bestimmt kein leichter Stoff und doch lese ich dieses Buch gern, denn es ist emotional geschrieben. Nach nur 19 Seiten bin ich total drin in der Story und habe einen Draht zur gesamten Familie. Ich freue mich wirklich auf mehr.

4. Mit wem (ausser im Netz) tauscht ihr euch noch über eure Leseleidenschaft aus? Habt ihr gleichgesinnte Freunde im Familien- oder Bekanntenkreis?

In meiner Familie bin ich der größte Bücherwurm, daher ist es schwer sich in diesem Kreis auszutauschen. Zum Glück habe ich aber zwei sehr gute Freundinnen, die meinen Buchgeschmack teilen und auf deren Urteil ich mich immer verlassen kann. Auf diese Weise findet man auch Zugang zu Büchern, die man sonst vielleicht nicht gelesen hätte. (Oder zumindest nicht so schnell  :-) ) Der letzte Tipp aus meinem Freundeskreis war die Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski und ja, nach dem ersten Band bin ich schon überzeugt, dass es eine tolle Geschichte ist.

Ich freue mich auch schon, wenn wir wieder gemeinsam die Leipziger Buchmesse unsicher machen :-)

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher.

Gemeinsam Lesen #84

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Gone Girl – Das perfekte Opfer“ aus dem Fischer Verlag auf S.178

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Um fünf Uhr früh saßen Rand und ich alleine in der leeren Zentrale der „Findet-Amy-Dunne“-Aktion, tranken Kaffee und warteten auf die Cops, die sich Lonnie vorknöpfen sollten.“ (S. 178)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Bei diesem Buch habe ich mal etwas gemacht, was ich sonst eher ungern tue. Ich habe die Verfilmung geschaut, bevor ich das Buch gelesen habe. Obwohl ich ja nun weiß, wie die Story ausgeht, bin ich trotzdem unheimlich neugierig, wie die Dinge so zu einem Ende kommen. Der Film hat mich sehr beeindruckt und sehr oft überrascht. Ich hoffe, das Buch bietet mir noch die eine oder andere Erklärung, denn im Gegensatz zu Verfilmungen bieten Bücher meist mehr Raum für die Entwicklung der Handlung. In jedem Fall lese ich Amys Tagebucheinträge mit einem anderen Verständnis als jemand, der die Handlung noch nicht kennt.

4. Diesen Freitag ist Halloween! Lest ihr zur Einstimmung gruselige Bücher? Wie steht ihr überhaupt zu dem Genre Horror? Habt ihr einen guten Tipp oder lasst ihr lieber die Finger davon?

So richtig kann ich weder mit Horrorbüchern noch mit Gruselfilmen etwas anfangen. Das gruseligste Buch, das ich bisher gelesen habe sind die Dancing Jax-Bücher. Halloween wäre aber tatsächlich eine gute Gelegenheit endlich mal den 3. Band zu lesen.

Wer mehr erfahren will: Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei

Rezension: „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer

„Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer (Bildrechte: Fischer Verlage)

„Bibliomanten, die Büchern nicht mit Respekt begegneten, verloren ihre Fähigkeiten. Ließ ihre Liebe zur Literatur nach, schwand auch ihre Kraft.“ (S. 26)

Inhalt: Furia lebt in einer Welt, in der es Bibliomanten gibt. Diese Menschen können mit Hilfe von Büchern und der Liebe zu Ihnen Magie anwenden. Zum Beispiel eine Menge Energie freisetzten, oder durch Bücher von einem Ort zu einem anderen springen. Aber wie sollte es anders sein, Magie kann natürlich nicht nur Gutes sondern auch Böses bewirken. Daher versteckt sich Furia gemeinsam mit ihrem Bruder Pip und ihrem Vater auf der Familienresidenz in England vor der Adamistischen Akademie. Die Akademie kontrolliert die Bibliomanten und die Welt in der sie leben. Vor langer Zeit wurde Furias Familie aus dem engeren Kreis der einflussreichen Bibliomanten ausgeschlossen, doch die Geschichte holt alle ein. Dabei gerät Pip in Lebensgefahr und Furia begibt sich allein auf einen Feldzug gegen seine Entführer. Sie lernt Rebellen und Exlibri in den Ghettos kennen, die bereit sind alles zu tun, um die Akademie aufzuhalten.

Leseeindruck: Dies ist für mich das erste Buch von Kai Meyer. Eine gelungene Geschichte wie ich finde. Die Welt – unsere Gegenwart – in der Furia lebt, gefällt mir wirklich gut. Es gibt Refugien, die parallel zu unserer Welt existieren und von Bibliomanten geschaffen wurden. Eine Welt voller fantasischer Dinge, einem Baum an dem Lesezeichen wachsen oder Schnabelbücher. Eines dieser Refugien ist Libropolis, quasi das bibliomantische Gegenstück zu London. Dorthin gelangt man als „Normalo“ nur, wenn man ein Lesezeichen der Stadt hat. Ich mag diese vielen Einzelheiten, mit denen Kai Meyer die Welt ausgeschmückt hat. Besonders, da es der Verlag auch versteht, diese Dinge in unsere Welt zu transportieren. So lag meinem Buch ein Libropolis-Lesezeichen bei. (Wenn ich mal in London bin, wirds ausprobiert :-) )
In Libropolis gibt es übrigens auch eine Menge Buchläden und Antiquariate, die einen verkaufen nur Bücher eines ganz bestimmten Autors, die anderen nur Bücher mit 444 Seiten :-)
„Bei allen Unterschieden galt in jedem Laden das eine eherne Gesetz von Libropolis: Wir versenden nichts, die Leser müssen zu uns kommen! Bücher müssen eigenhändig ausgewählt, bezahlt und fortgetragen werden, und wem das nicht gefiel, der hatte hier nichts verloren.“ (S.175) Ich finde diese Maxime übrigens ganz hervorragend, da könnte ich mich auch in unserer Welt dran gewöhnen… Ein wenig hat mich der Zauber der Refugien an „Die Stadt der Träumenden Bücher“ erinnert, auch ein grandioses Buch, wie ich finde.
Die Geschichte selbst geht ziemlich rasant los und verliert auch nicht an Tempo, für meinen Geschmack war es manchmal ein wenig zu schnell, aber schließlich ist Pip in Gefahr, also darf Furia auch keine Zeit verlieren. Kai Meyer geht auch nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um, an der einen oder anderen Stelle musste ich in mich gehen und dachte mir, ist das gerade wirklich passiert? Ja, es war wirklich passiert. Die Figuren erleben sehr grausame Dinge. Gewalt scheint für alle an der Tagesordnung zu stehen und Furia muss sich auch ohne Furcht gegen ihre Verfolger stellen, damit sie Pip befreien kann. Dafür, dass Furia erst 15 ist, steckt sie ihre Erlebnisse erstaunlich gut weg. Nur gut, dass sie von ihrem Vater schon eine Menge gelernt hat, auch wenn es immer noch nicht genung war, was er ihr erzählt hat.
Die Handlung ist auch sehr komplex. Zwischendurch musste ich immer mal überlegen, wer welche Ziele verfolgt und auf wessen Seite der eine oder andere steht. Am Ende konnte dem Ganzen zwar folgen, es ist aber eine ganze Menge Stoff, der zwischen zwei Buchdeckel gepackt wurde.
Jeder Leser muss auch selbst entscheiden, wie der das Ende findet, ich will nichts weiter dazu sagen, denn sonst müsste ich spoilern. Ich finde es recht radikal und hätte auf das eine oder andere Ereignis gerne noch eine Antwort. Trotzdem konnte ich das Buch zufrieden zuklappen, denn ich durfte eine fantastische Welt kennenlernen.

Lieblingsnebencharakter: Dieses Mal muss ich den „Preis“ an zwei Figuren geben, denn sie gehören untrennbar zusammen. Sie sind einfach mutig, loyal, gewitzt und gute Freunde. Furias Leselampe und Lesesessel :-) Die  beiden sind sozusagen beseelt. Es gibt einige Kapitel im Buch, die aus der Sicht der beiden verfasst sind, diese waren mein Highlight, davon hätte es ruhig noch mehr geben können. Hier eine kleine Kostprobe: „Wir sind die Richtigen für diese Aufgabe“, hatte die Lampe verkündet und natürlich nur sich selbst gemeint. Doch eine einzelne Leselampe auf dem Flur hätte Misstrauen erweckt, während Lampe und Sessel gemeinsam als komfortable Leseecke durchgehen mochten.“ (S. 128)
Wenn die zwei mal ein neues zu Hause brauchen – Ich nehme sie bei mir auf. Bis zum Schluss war ich neugierig wie die beiden ihre ganz eigenen Abenteuer überstehen. Sie sind echt was besonderes.

Fazit: Ich mag das Buch wirklich gern, da es die Liebe zu Büchern zum Inhalt hat. Ich hätte auch gern eine riesige Bibliothek wie Furia und würde wahnsinnig gern in Libropolis flanieren. Allerdings könnte ich auf die dunkeln Ecken der Refugien, auf die Milliz und die Akademnie verzichten. Es ist ein temporeicher Roman, der wirklich erst was für 14+ ist, wie der Verlag auch angibt, denn an jeder Ecke lauert Gewalt und Tod. Einen kleinen, halben, Minuspunkt gibts für die verworrene Handlung, da musste ich meine Gedanken ganz schön zusammen nehmen, dass ich den Faden nicht verliere. Wettgemacht wird das kleine Manko von der tollen Ausstattung des Buch mit den geprägten, goldenen Buchstaben auf dem Einband, dem eingelegten Lesezeichen und auch der Liebe zum Detail, mit welcher der Verlag das Buch in die Welt hinaus entlassen hat. Schaut am besten Mal auf die Website des Buches. Daher gibt es von mir die volle Punktzahl für ein tolles Leseerlebnis für alle, die Bücher lieben.

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„Libropolis“-Lesezeichen

Bewertung:
5 out of 5 stars

Bibliographische Angaben:
Titel: Die Seiten der Welt
Autor: Kai Meyer
Alter: ab 14
ISBN: 9783841421654
Ausgabe: Hardcover (19,99 €)
Verlag: Fischer Jugendbuch (FJB)

Übrigens startet Antonie von „Die fabelhafte Welt der Bücher“ am 01.10.2014 die Challenge „Ein Jahr mit Kai Meyer“. Für mich ist das eine super Gelegenheit mehr Bücher des Autors kennenzulernen, schließlich ist „Die Seiten der Welt“ das erste Buch, das ich von ihm lese. Ich bin in jedem Fall schon gespannt, auf die anderen Werke. Mal schauen, was ich in einem Jahr so schaffe. Alles kann, nichts muss ;-)