Archiv der Kategorie: 4 Sterne

Rezension: „Die Wunderfrauen – Alles was das Herz begehrt“ von Stephanie Schuster

Cover „Die Wunderfrauen“ (Bildrechte: S. Fischerverlage)

„Aus Luises Notizbuch:

– Ungewöhnliches neben Gewöhnliches legen, als Magnet […]

– Vertrauen schaffen, Wohlbefinden signalisieren“

(S.267)

Inhalt: Luise, Annabell, Helga und Marie sind vier unterschiedliche Frauen, die versuchen im Deutschland der 1950er Jahre ihren Weg zu gehen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die eine möchte einen Tante-Emma-Laden eröffnen, die andere mit ihrer Rolle als Gattin eines Doktors glücklich werden, die dritte versucht sich von ihren Eltern zu emanzipieren und die letzte sucht eine sichere Heimat. Jede hat mit den Schrecken des Krieges ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht und es stehen neue Herausforderungen an, die bewältigt werden wollen. Ein Roman über den Neubeginn und eine ganz besondere Aufbruchsstimmung von vier Frauen, die sich alle nur ein geordnetes Leben wünschen.

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Rezension: „Unter den Linden 6“ von Ann-Sophie Kaiser

Cover „Unter den Linden 6“ (Bildrechte: Ullstein)

„Und die Natur macht keinen Unterschied, ob es nun eine Frau oder ein Mann ist, der das Elekroskop bedient.“

(S.15)

Inhalt: Berlin 1907: Lise, Anni und Hedwig. Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten kämpfen mit großen Veränderungen in ihrem Leben. Lise hat in Wien ihr Physikstudium beendet und kommt nun nach Berlin, um unter Max Planck ihr Wissen zu erweitern. Anni tritt in einer völlig unbekannten Umgebung eine neue Stelle als Dienstmädchen an und Hedwig will sich in Abwesenheit ihres Mannes endlich den Traum eines Studiums an der Berliner Universität erfüllen und das, obwohl es Frauen zu dieser Zeit in Preußen noch nicht erlaubt ist sich zu immatrikulieren.
Allen drei steht ein steiniger Weg bevor, der von Kämpfen und Rückschlägen geprägt ist. Besonders Lise muss sich behaupten, da sie immer im Schatten von Otto Hahn steht.

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Rezension: „Bowies Bücher“ von John O’Connell

Cover „Bowies Bücher“ (Bildrechte: Kiepenheuer & Witsch)

„Zahlreiche Bücher auf Bowies Liste sind spannend, unterhaltsam oder informativ. Viele von ihnen sind wichtig Nach der Flut das Feuer ist essentiell.“

(S.137)

Inhalt: David Bowie war ein fanatischer Leser, er soll auch stets mit einem Koffer gereist sein, der quasi als mobiles Bücherregal diente. Ein paar Jahre vor seinem Tod stellte er dann eine Liste mit 100 Büchern zusammen, die ihn nachhaltig beeinflusst haben. Der Journalist John O’Connell stellt alle Titel mit Hilfe von kurzen Essays vor.

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Rezension: „Die Spigelreisende – Die Verlobten des Winters“ von Christelle Dabos

Cover „Die Verlobten des Winters“ (Bildrechte: Insel)

„Je besser Ophelia die Gesellschaft des Pols kennenlernte, desto verzagter wurde sie. Als sie hergekommen war, hatte sie gehofft, auch Menschen zu treffen, denen sie vertrauen konnte, doch um sich herum sah sie nur große verwöhnte Kinder […].

(S.316)

Inhalt: Eine fantastische Welt, in der die Menschen auf verschiedenen Archen, einer Art Kontinent, leben und auch ganz bestimmte übernatürliche Fähigkeiten haben. Ophelia ist auf Anima groß geworden und damit eine Animistin und kann sich mit Hilfe von Spiegeln durch den Raum bewegen. Entgegen aller Traditionen wurde für sie eine Heirat mit einem Mann von einer weit entfernten Arche arrangiert. Zudem soll sie ihrem Verlobten Thorn dahin folgen. Es liegt ein beschwerlicher Weg vor Ophelia, denn am Pol sind Intrigen und Machtspielchen an der Tagesordnung, außerdem muss Ophelia noch die Frage klären, warum gerade sie ausgewählt wurde.

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Rezension: „Tagebuch eines Buchhändlers“ von Shaun Bythell

Cover „Tagebuch eines Buchhändlers“ (Bildrechte: btb)

„Die letzten Kunden des Tages – ein junges Paar, das ein paar Science-Fiction-Bücher kaufte – erzählte mir, dass sie ihren Urlaub damit verbrachten, antiquarische Buchhandlungen in ganz Großbritannien aufzusuchen. Es gibt doch noch einen Funken Hoffnung für uns.“

(S.372)

Inhalt: Shaun Bythell ist der Besitzer der größten Secondhand-Buchhandlung Schottlands. Eines Tages im Februar beschließt er, jeden Tag zu notieren, was er in der Buchhandlung so erlebt hat und mit seinem ganz eigenen Humor zu würzen.

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Rezension: „Unsere glücklichen Tage

Cover „Unsere gluecklichen Tage “ (Bildrechte: Penguin)

„Und da waren wir nun. Wir waren vier Freundinnen. Die nichts trennen konnte und die sich doch verloren haben.“

(S.11)

Inhalt: Elsa, Marie, Fanny und Lenica verbringen in ihrer Jugend jeden Sommer gemeinsam unbeschwerte Tage an der französischen Atlantikküste. Bis zu jenem Sommer, der für die vier Freundinnen alles verändern sollte.
Heute, 30 Jahre später, versuchen die Freundinnen zu verstehen, was damals passiert ist. Nicht so einfach, wenn zwischenzeitlich alle ihr eigenes Leben geführt haben, die Gedanken aber in der Vergangenheit verharren.

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Rezension: „Das Tor“ von Basma Abdel Aziz

Cover „Das Tor“ (Bildrechte: Heyne)

„In einer geschlagenen Stunde hatte er sich nur zwei Schritte vorwärts bewegt, aber nicht etwa, weil einer der Wartenden sein Anliegen erfolgreich zu einem Abschluss gebracht hatte, sondern weil eine Person, die zum ersten Mal zum Tor gekommen zu sein schien und noch keine Erfahrung hatte, von Überdruss und Verzweiflung gepackt, ihren Platz verlassen hatte.“

(S.17)

Inhalt: In einem Land im Nahen Osten wird das Leben der Bevölkerung seit geraumer Zeit vom Tor bestimmt. Für fast alle Dinge des täglichen Lebens braucht man eine Genehmigung vom Tor, nur niemand weiß wie lange es dauert, bis man sein gewünschtes Dokument in Händen hält. Die Warteschlange vorm Tor wird länger und länger und niemand weiß, wann das Tor wieder seine Pforte öffnet. Wie verändert sich eine Gesellschaft, deren Leben von Genehmigungen und Dekreten abhängt?

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Rezension: „Das Rätsel von Ainsley Castle“ von Holly-Jane Rahlens

„Das Rätsel von Ainsley Castle“ (Bildrechte: Rowohlt)

„Da. Das könnte eine Laterne sein. Oder eine Taschenlampe. Darf man sich dort oben im Turm denn aufhalten? Ich stelle das Fernglas scharf. Aber das Licht ist verschwunden.“

(Seite 86)

Inhalt: Lizzy muss mit ihrem Vater an die Küste in das Hotel Ainsley Castle ziehen. Dort wartet dann nicht nur die verhasste Stiefmutter auf sie, sondern auch unheimliche E-mails, in denen mehr über Lizzys Leben steht, als ihr lieb ist. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Mädchen auf, das Lizzy zum Verwechseln ähnlich sieht. Jetzt gilt es die Ruhe zu bewahren, um rauszufinden, was hinter all den Rätseln steckt.  Weiterlesen

Rezension: „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ von Christina Henry

„Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ (Bildrechte: Random House)

„Sie starrte auf das Mauseloch, als erwarte sie, dass jeden Augenblick etwas Furchtbares daraus hervorkröche, als könnte jederzeit das Kaninchen aus diesem kleinen Loch herauskommen und sich zu voller Größe aufrichten und zu Ende bringen, was es begonnen hatte.“

(Seite 11)

Inhalt: Alice ist mittlerweile eine junge Frau, die in einer Irrenanstalt in der alten Stadt sitzt, da sie als Jugendliche von einem Kaninchen entführt wurde, wie sie sagt. Im Laufe der Zeit wird ihr Zellennachbar der Axtmörder Hatcher zu Ihrem Verbündeten. Mit ihm gelingt ihr die Flucht, allerdings wird dabei auch das sagenumwobene Ungeheuer Jabberwock befreit vor dem wirklich jeder unsagbare Angst hat und nur Alice kann ihn in die Schranken weisen, um gleichzeitig zu erfahren, was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hat. Weiterlesen

Rezension: „Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ von Mary MacLane

Cover "Ich erwarte die Ankunft des Teufels"

Cover „Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ von Mary MacLane (Reclam)

 „Der Teufel ist in Wirklichkeit der Einzige, an den wir uns wenden können, und er verlangt für jeden Dienst seinen vollen Lohn “ (S.33)

Inhalt: Man glaubt zunächst, man hielt ein Tagebuch einer jungen Frau um 1900 in Händen. Wie Mary MacLane selbst schreibt, handelt es sich vielmehr um eine Schilderung ihrer Gedankenwelt und Wahrnehmung der Welt. Und diese sind alles andere als gewöhnlich. Weiterlesen