Archiv der Kategorie: Rezension

Rezension: „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber

Cover „Marianengraben“ (Bildrechte: Eichborn)

„Und jetzt liebe ich dich nur noch gefangen in einer Zwischenwelt aus Präteritum und Konjunktiv und in einer Realität, die vor deinem Tod ein Leben und danach nur noch ein Zustand war.“

(S.9)

Inhalt: Paula ist nach dem Tod ihres kleinen Bruders Tim in eine tiefe Depression gestürzt. Die Lebensfreude ist mit ihm verschwunden und in ihrem Leben läuft so gar nichts mehr nach Plan. Der ewige Schmerz hat nun die Kontrolle über Paulas Leben, bis sie mitten in der Nacht den Rentner Helmut auf dem Friedhof trifft und sich mit ihm auf einen Roadtrip begibt, der alles verändern wird.

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Rezension: „Das Beste kommt noch“ von Richard Roper

Cover „Das Beste kommt noch“ (Bildrechte: Rowohlt)

„Hast du… hast du jemals eine so große Lüge erzählt, dass du das Gefühl hattest, ihr nicht mehr entkommen zu können … dass du … dass du immer weiterlügen musstest?“

(Andrew, S.316)

Inhalt: Wenn Menschen alleine sterben und es auch keine Verwandten gibt, die sich um den Nachlass oder die Beerdigung kümmern können, braucht man einen Nachlassverwalter. So wie Andrew einer ist.
Er muss sich beruflich mit der Einsamkeit der Menschen auseinandersetzen, dabei ist er doch selbst von Einsamkeit geplagt. Seine Frau und Kinder hat er sich nur ausgedacht, um den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen. Eine Taktik, die gut funktioniert, bis Peggy seine neue Kollegin in sein Leben tritt und Andrews Lügengerüst zum Problem wird.

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Rezension: „Unsere glücklichen Tage

Cover „Unsere gluecklichen Tage “ (Bildrechte: Penguin)

„Und da waren wir nun. Wir waren vier Freundinnen. Die nichts trennen konnte und die sich doch verloren haben.“

(S.11)

Inhalt: Elsa, Marie, Fanny und Lenica verbringen in ihrer Jugend jeden Sommer gemeinsam unbeschwerte Tage an der französischen Atlantikküste. Bis zu jenem Sommer, der für die vier Freundinnen alles verändern sollte.
Heute, 30 Jahre später, versuchen die Freundinnen zu verstehen, was damals passiert ist. Nicht so einfach, wenn zwischenzeitlich alle ihr eigenes Leben geführt haben, die Gedanken aber in der Vergangenheit verharren.

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Rezension: „Das Tor“ von Basma Abdel Aziz

Cover „Das Tor“ (Bildrechte: Heyne)

„In einer geschlagenen Stunde hatte er sich nur zwei Schritte vorwärts bewegt, aber nicht etwa, weil einer der Wartenden sein Anliegen erfolgreich zu einem Abschluss gebracht hatte, sondern weil eine Person, die zum ersten Mal zum Tor gekommen zu sein schien und noch keine Erfahrung hatte, von Überdruss und Verzweiflung gepackt, ihren Platz verlassen hatte.“

(S.17)

Inhalt: In einem Land im Nahen Osten wird das Leben der Bevölkerung seit geraumer Zeit vom Tor bestimmt. Für fast alle Dinge des täglichen Lebens braucht man eine Genehmigung vom Tor, nur niemand weiß wie lange es dauert, bis man sein gewünschtes Dokument in Händen hält. Die Warteschlange vorm Tor wird länger und länger und niemand weiß, wann das Tor wieder seine Pforte öffnet. Wie verändert sich eine Gesellschaft, deren Leben von Genehmigungen und Dekreten abhängt?

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Rezension: „Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé

Cover „Wie uns die Liebe fand“ (Bildrechte: Droemer)

„Da zerplatzt einem das Glück im Hirn, wenn man die nimmt. […] Dabei wiederholte sie die Worte, von Gast zu Gast besser werdend, bis sie bei Madame Rohrbach, der letzten in der Runde, verstummte und die Liebesbomben in ihrer Faust einschloss. Ihre Augen funkelten, als träten Blitze aus. Es war um sie alle geschehen.

(S.164)

Inhalt: Madame Nan hat vier Töchter und ist mittlerweile 92 Jahre alt. Sie blickt zurück auf ihr Leben in einem beschaulichen Dorf im Elsass. Im Zentrum stehen die 70er Jahre, da die älteste Tochter Marie in dieser Zeit die Liebesbome ins Dorf brachte und damit allen den Kopf verdrehte.

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Rezension „American Dirt“ von Jeanine Cummins

Cover „American Dirt“ (Bildrechte: Rowohlt)

Lydia denkt daran, wie flexibel Migranten sein müssen. Sie müssen ihre Pläne täglich, stündlich ändern. Sie müssen nur in einer Sache hartnäckig bleiben: beim Überleben.

(S.511)

Inhalt: Lydia verliert bei einem Kartellangriff auf ihre Familie fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben. Einzig ihr Sohn Luca bleibt unverletzt. Jetzt müssen beide ihr gewohntes Leben hinter sich lassen und die Reise aus Mexiko gen Norden antreten, um in den USA Sicherheit zu finden. Dafür müssen sie eine gefährliche Reise voller Gefahren und Entbehrungen auf sich nehmen.

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Rezension: „Fuchs 8“ von George Saunders

Cover „Fuchs 8“ (Bildrechte: Luchterhand)

„Das machte mir ein gutes Gefül, so als könnten Mänschen Libe fülen und zeigen. Mit anderen Worten, Hoffnung für di Zukunft von der gansen Erde!“

(Fuchs 8 über die Menschen)

Inhalt: Ein Fuchs schreibt den Menschen einen Brief  und erzählt darin seine Geschichte. Er fragt sich vorallem, weshalb die Menschen so sind wie sie sind. Weiterlesen

Rezension: „Herzklappen von Johnson & Johnson“ von Valerie Fritsch

Herzklappen von Johnson & Johnson (Bildrechte: Suhrkamp)

„Der Großvater und Emil standen sich gegenüber als Spiegelfigur der Zeit, mit einem jungen und einem alten Gesicht, voller Ersatzteile innen drin, Schrauben, die sie zusammenhielten, und einem falschen Herzen.“

(Seite 126)

Inhalt: Alma und Friedrich sind die Eltern des kleinen Emils, der ganz besonderen Schutz braucht, da er keinen Schmerz empfinden kann. Aber nicht nur Emil bestimmt das Leben seiner Eltern, sondern auch die Geschichte der Großeltern hat einen maßgeblichen Einfluss auf Alma. Es dreht sich letztendlich alles um die Frage, welchen Auswirkungen die Schicksale der vorangegangenen Generationen auf das gegenwärtige Leben haben. Weiterlesen

Rezension: „Hawaii“ von Cihan Acar

Cover „Hawaii“ von Cihan Acar ( Bildrechte: Hanser Literturverlage)

„Wieder ein Tag, an dem ich nichts gefunden hab. Ich schau nur nach hinten, nie nach vorne. Ich bin einundzwanzig und denke wie einer, der schon alles hinter sich hat. So was ist nicht gesund. Ich müsste gerade die beste Zeit meines Lebens haben.“

(Kemal, Seite 159)

Inhalt: Kemal war einmal Profifussballer in der türkischen Liga und lebt jetzt wieder in der alten Heimat Heilbronn – im Stadtteil Hawaii, wo er versucht wieder Anschluss und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Aber wer ist er überhaupt? Ein Fußballer, ein Türke, ein Arbeitsloser oder doch einfach nur Kemal, der glücklich sein will? Weiterlesen

Rezension: „Das Rätsel von Ainsley Castle“ von Holly-Jane Rahlens

„Das Rätsel von Ainsley Castle“ (Bildrechte: Rowohlt)

„Da. Das könnte eine Laterne sein. Oder eine Taschenlampe. Darf man sich dort oben im Turm denn aufhalten? Ich stelle das Fernglas scharf. Aber das Licht ist verschwunden.“

(Seite 86)

Inhalt: Lizzy muss mit ihrem Vater an die Küste in das Hotel Ainsley Castle ziehen. Dort wartet dann nicht nur die verhasste Stiefmutter auf sie, sondern auch unheimliche E-mails, in denen mehr über Lizzys Leben steht, als ihr lieb ist. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Mädchen auf, das Lizzy zum Verwechseln ähnlich sieht. Jetzt gilt es die Ruhe zu bewahren, um rauszufinden, was hinter all den Rätseln steckt.  Weiterlesen