Archiv des Autors: Madame Klappentext

Rezension: „Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé

Cover „Wie uns die Liebe fand“ (Bildrechte: Droemer)

„Da zerplatzt einem das Glück im Hirn, wenn man die nimmt. […] Dabei wiederholte sie die Worte, von Gast zu Gast besser werdend, bis sie bei Madame Rohrbach, der letzten in der Runde, verstummte und die Liebesbomben in ihrer Faust einschloss. Ihre Augen funkelten, als träten Blitze aus. Es war um sie alle geschehen.

(S.164)

Inhalt: Madame Nan hat vier Töchter und ist mittlerweile 92 Jahre alt. Sie blickt zurück auf ihr Leben in einem beschaulichen Dorf im Elsass. Im Zentrum stehen die 70er Jahre, da die älteste Tochter Marie in dieser Zeit die Liebesbome ins Dorf brachte und damit allen den Kopf verdrehte.

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Rezension „American Dirt“ von Jeanine Cummins

Cover „American Dirt“ (Bildrechte: Rowohlt)

Lydia denkt daran, wie flexibel Migranten sein müssen. Sie müssen ihre Pläne täglich, stündlich ändern. Sie müssen nur in einer Sache hartnäckig bleiben: beim Überleben.

(S.511)

Inhalt: Lydia verliert bei einem Kartellangriff auf ihre Familie fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben. Einzig ihr Sohn Luca bleibt unverletzt. Jetzt müssen beide ihr gewohntes Leben hinter sich lassen und die Reise aus Mexiko gen Norden antreten, um in den USA Sicherheit zu finden. Dafür müssen sie eine gefährliche Reise voller Gefahren und Entbehrungen auf sich nehmen.

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Monatsrückblick: April 2020

Im April hatte ich wegen Corona fast mehr Lesezeit als mir lieb war, aber man soll ja immer das Gute hervorheben. Bei mir ist das eindeutig der wiedergefundene Leseflow und auch hier auf dem Blog habe ich mal wieder etwas Ordnung gemacht, auch wenn ich damit noch lange nicht fertig bin. Das habe ich also alles im April gelesen:

Eine kleine Auswahl vom Anfang des Monats

Joey und Luke Kelly: „Bulli-Challenge“ – Was für Spaß als alter Kellyfan. Wie immer paart Joey seine neuen Eindrücke mit alten Kelly-Anekdoten. Ich bin bei diesem Thema einfach nicht neutral, denn die Kellys haben mir in meiner frühesten Jugend einfach zu viel bedeutet und tun dies immer noch. Ein tolles Buch.

Felicitas von Lovenberg (Hg.): „Lob der guten Buchhandlung“ – Es ist ja keine Überraschung, dass ich Bücher über Bücher und Buchhandlungen mag und so trifft dieses Büchlein auch wieder voll ins Schwarze. Es versammelt die verschiedensten Beiträge zu Buchhandlungen und ist eine Hommage an diese ganz speziellen Orte in jeder Stadt. Auch wenn mich mein Buchhändlerherz hier parteiisch werden lässt ist es eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht ohne Bücher leben wollen.

Judith Pinnow: „Rendezvous in zehn Jahren“ – Eine tolle Geschichte fürs Herz, die ich verschlungen habe. Hier geht’s zur Rezension.

Cihan Acar: „Hawaii“ – Ein Buch das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Es geht um den eigenen Platz im Leben, aber auch die Frage danach, was das eigentlich genau ist. Hier geht’s zur Rezension

Christina Henry: „Chroniken von Alice“ – Eine gelungene, wenn auch blutige Adaption des Alice-im-Wunderland-Stoffs. Mir hat’s gefallen, obwohl ich das Original noch nicht komplett gelesen habe. Hier geht’s zur Rezension

Gottfried Keller: „Spiegel, das Kätzchen“ – Ein Klassiker, der sich wirklich zu lesen lohnt. Es geht um Gier, List und Cleverness. Noch dazu in einer so schönen Ausgabe, da macht das Lesen nochmehr Spaß 

Shaun Bythell: „Tagebuch eines Buchhändlers“ – Was soll ich sagen, auch wenn Shaun Antiquar ist, konnte ich an so vielen Stellen mitfühlen und hatte unglaublich viel Spaß. Das war genau das richtige Buch für meinen Buchhandlzngsentzug.

Julia Holbe: „Unsere glücklichen Tage“ – Ein Buch mit wahrem Sommerfeeling und einer Menge Drama. Wer Herzschmerz und Freundschaften gern zum Thema hat, ist mit diesem Buch bestens beraten. 

Holly-Jane Rahlens: „Das Rätsel von Ainsley Castle“ – Sicher eine Geschichte, die nicht nur für Kinder geeignet ist. Wie immer steckt eine originelle Idee hinter allem. Hier geht’s zur Rezension.

Valerie Fritsch: „Herzklappen von Johnson & Johnson“ – Ich habe selten ein Buch gelesen, das so voller Poesie steckt. Trotz schwerem Thema kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen. Hier geht’s zur Rezension.

Gerorge Saunders: „Fuchs 8“ – Da habe ich für mich mal wieder einen Schatz entdeckt. Eine tolle Geschichte über die Menschen und deren Umgang mit der Natur. Hier geht’s zur Rezension.

Jeanine Cummins: „American Dirt“ – Ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Die Thematik rund um den Flüchtingsstrom Richtung USA ist wichtig, aber die Umsetzung war mir an einigen Stellen zu zäh, auch wenn ich es gern gelesen habe.

Puh, 12 Bücher habe ich im April gelesen. Wer weiß, wann es das letzte mal so viel waren? Ich hatte eine Menge Spaß und es war kein Buch dabei, dass mir nicht gefallen hat, oder das ich abbrechen musste. In diesem Sinne bin ich mit meinem Lesemonat mehr als zufrieden.

Welche Bücher habt ihr zuletzt gelesen, oder kennt ihr vielleicht auch das eine oder andere meiner April-Bücher?

Rezension: „Fuchs 8“ von George Saunders

Cover „Fuchs 8“ (Bildrechte: Luchterhand)

„Das machte mir ein gutes Gefül, so als könnten Mänschen Libe fülen und zeigen. Mit anderen Worten, Hoffnung für di Zukunft von der gansen Erde!“

(Fuchs 8 über die Menschen)

Inhalt: Ein Fuchs schreibt den Menschen einen Brief  und erzählt darin seine Geschichte. Er fragt sich vorallem, weshalb die Menschen so sind wie sie sind. Weiterlesen

Rezension: „Herzklappen von Johnson & Johnson“ von Valerie Fritsch

Herzklappen von Johnson & Johnson (Bildrechte: Suhrkamp)

„Der Großvater und Emil standen sich gegenüber als Spiegelfigur der Zeit, mit einem jungen und einem alten Gesicht, voller Ersatzteile innen drin, Schrauben, die sie zusammenhielten, und einem falschen Herzen.“

(Seite 126)

Inhalt: Alma und Friedrich sind die Eltern des kleinen Emils, der ganz besonderen Schutz braucht, da er keinen Schmerz empfinden kann. Aber nicht nur Emil bestimmt das Leben seiner Eltern, sondern auch die Geschichte der Großeltern hat einen maßgeblichen Einfluss auf Alma. Es dreht sich letztendlich alles um die Frage, welchen Auswirkungen die Schicksale der vorangegangenen Generationen auf das gegenwärtige Leben haben. Weiterlesen

Rezension: „Hawaii“ von Cihan Acar

Cover „Hawaii“ von Cihan Acar ( Bildrechte: Hanser Literturverlage)

„Wieder ein Tag, an dem ich nichts gefunden hab. Ich schau nur nach hinten, nie nach vorne. Ich bin einundzwanzig und denke wie einer, der schon alles hinter sich hat. So was ist nicht gesund. Ich müsste gerade die beste Zeit meines Lebens haben.“

(Kemal, Seite 159)

Inhalt: Kemal war einmal Profifussballer in der türkischen Liga und lebt jetzt wieder in der alten Heimat Heilbronn – im Stadtteil Hawaii, wo er versucht wieder Anschluss und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Aber wer ist er überhaupt? Ein Fußballer, ein Türke, ein Arbeitsloser oder doch einfach nur Kemal, der glücklich sein will? Weiterlesen

Rezension: „Das Rätsel von Ainsley Castle“ von Holly-Jane Rahlens

„Das Rätsel von Ainsley Castle“ (Bildrechte: Rowohlt)

„Da. Das könnte eine Laterne sein. Oder eine Taschenlampe. Darf man sich dort oben im Turm denn aufhalten? Ich stelle das Fernglas scharf. Aber das Licht ist verschwunden.“

(Seite 86)

Inhalt: Lizzy muss mit ihrem Vater an die Küste in das Hotel Ainsley Castle ziehen. Dort wartet dann nicht nur die verhasste Stiefmutter auf sie, sondern auch unheimliche E-mails, in denen mehr über Lizzys Leben steht, als ihr lieb ist. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Mädchen auf, das Lizzy zum Verwechseln ähnlich sieht. Jetzt gilt es die Ruhe zu bewahren, um rauszufinden, was hinter all den Rätseln steckt.  Weiterlesen

Rezension: „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ von Christina Henry

„Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ (Bildrechte: Random House)

„Sie starrte auf das Mauseloch, als erwarte sie, dass jeden Augenblick etwas Furchtbares daraus hervorkröche, als könnte jederzeit das Kaninchen aus diesem kleinen Loch herauskommen und sich zu voller Größe aufrichten und zu Ende bringen, was es begonnen hatte.“

(Seite 11)

Inhalt: Alice ist mittlerweile eine junge Frau, die in einer Irrenanstalt in der alten Stadt sitzt, da sie als Jugendliche von einem Kaninchen entführt wurde, wie sie sagt. Im Laufe der Zeit wird ihr Zellennachbar der Axtmörder Hatcher zu Ihrem Verbündeten. Mit ihm gelingt ihr die Flucht, allerdings wird dabei auch das sagenumwobene Ungeheuer Jabberwock befreit vor dem wirklich jeder unsagbare Angst hat und nur Alice kann ihn in die Schranken weisen, um gleichzeitig zu erfahren, was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hat. Weiterlesen

Rezension: „Rendezvous in zehn Jahren“ von Judith Pinnow

Buchcover
„Rendezvous in zehn Jahren“ von Judith Pinnow (Bildrechte: Ullstein Buchverlage)

„Sie hatte oft das Gefühl, anders zu sein als andere, die ihr Leben in einer ‚richtigen‘ Reihenfolge lebten.“

(Seite 7)

Inhalt: Valerie lernt den Niederländer Ted in Amsterdam kennen. Es ist die typische Zufallsbegegnung und beide sind sich sofort sympatisch. Warum also nicht einen verrückten Plan schmieden und sich auf ein Treffen verabreden – in 10 Jahren – um zu sehen, was aus den eigenen Träumen geworden ist. Dumm nur, wenn man feststellt, dass 10 Jahre eine viel zu lange Zeit ist, wenn man den anderen nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Weiterlesen

Rezension: „Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ von Mary MacLane

Cover "Ich erwarte die Ankunft des Teufels"

Cover „Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ von Mary MacLane (Reclam)

 „Der Teufel ist in Wirklichkeit der Einzige, an den wir uns wenden können, und er verlangt für jeden Dienst seinen vollen Lohn “ (S.33)

Inhalt: Man glaubt zunächst, man hielt ein Tagebuch einer jungen Frau um 1900 in Händen. Wie Mary MacLane selbst schreibt, handelt es sich vielmehr um eine Schilderung ihrer Gedankenwelt und Wahrnehmung der Welt. Und diese sind alles andere als gewöhnlich. Weiterlesen